Di., 10.08.2021 , 18:19 Uhr

Nach Ministerpräsidentenkonferenz

Söder: Debatte um Bevorzugung von Geimpften und Genesenen notwendig

Ministerpräsident Markus Söder hält weiterhin an seinem Standpunkt fest, dass Geimpfte mehr Rechte als ungeimpfte Personen genießen sollen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält in der Corona-Politik eine Bevorzugung von Geimpften und Genesenen gegenüber negativ Getesteten weiterhin für sinnvoll.

"Wir werden uns einer Debatte über 2G auf Dauer nicht verstellen können",

sagte Söder am Dienstag nach einer Ministerpräsidentenkonferenz der 16 Bundesländer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.

Die nun gefundene "3G-Lösung", die negativ auf Corona Getestete mit Geimpften praktisch gleichstellt, werde vermutlich nicht das Ende der Diskussion sein, sagte Söder.

"Wir testen seit einem Jahr wie die Weltmeister (...)." - Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident

Die Erfahrung zeige aber auch: Testen alleine reiche nicht.

Die Corona-Impfung werde auch weiterhin freiwillig sein, sagte Söder. Wer sich nicht impfen lassen wolle, müsse aber auch ein Stück Verantwortung tragen. Der Steuerzahler könne nicht mit der Finanzierung von kostenlosen Tests auf Dauer für die zahlen, die sich gegen eine Impfung entschieden hätten. Auf der anderen Seite würden Geimpfte auch ihre verfassungsmäßig garantierten Rechte einfordern.

Erleichterungen soll es für Schüler geben, für die aufgrund ihres Alters eine Impfung noch nicht ohne weiteres empfohlen wird. Der Schülerausweis solle künftig zum Testnachweis werden, sagte Söder. Schüler würden regelmäßig im Unterricht getestet und könnten dies über ihren Schülerausweis dann auch nachweisen.

Es gebe derzeit noch keine gebräuchliche "Glücksformel", die die Sieben-Tage-Inzidenz mit dem Grad der Hospitalisierungen in Einklang bringe, sagte Söder. Die Politik sei bereit, darüber zu reden. Die Fachleute müssten nun aber eine gebräuchliche Formel entwerfen.

 

dpa/JM

 

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