Mo., 29.06.2015 , 13:30 Uhr

So überstehen Hund und Katz die große Hitzewelle

Nach wie vor sterben Jahr für Jahr Tiere, weil ihre Halter nicht bedenken, dass auch Hunde, Katzen, Kaninchen und Co. unter der Hitze leiden. Das schreibt der Deutsche Tierschutzbund in einer Pressemitteilung. Insbesondere das Auto könne für Tiere zur tödlichen Falle werden: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Der Deutsche Tierschutzbund Landesverband Bayern appelliert daher an alle Tierhalter entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um ihre Tiere vor den Folgen der Hitze zu schützen. „Passanten, die ein Tier entdecken, das in einem in der prallen Hitze stehenden Auto zurückgelassen wurde, sollten keine Hemmungen, haben die Polizei zu verständigen.“, so der Tierschutzbund.

Tipps für alle Tierbesitzer

Gerade bei steigenden Temperaturen sollten Tierhalter ihre Gefährten besonders genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten direkt festzustellen und entsprechend schnell reagieren zu können. Außerdem muss immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich jedoch nicht als Trinkwasser für Tiere. Ideal ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten sich selbst ein Plätzchen in der Wohnung suchen können, an dem die ihnen genehmen Temperaturen herrschen. Bei allen Tieren, die im Käfig leben und der Sonne nicht ausweichen können, muss der Halter entsprechende Vorsorge treffen. Wichtig ist, dass der Käfig nie in der prallen Sonne steht. Wer morgens aus dem Haus geht, sollte bedenken, dass sich der Sonnenstand im Laufe des Tages ändert: Wo morgens noch kühler Schatten ist, herrscht nachmittags womöglich glühende Hitze. Ein frischer Wind bringt zwar ein wenig Abkühlung, doch sollten Käfige niemals im Durchzug stehen. Auch das Wasser im Aquarium kann sich für die Insassen lebensbedrohlich aufheizen. Notfalls sollten Aquarianer kaltes Wasser nachfüllen um das Schlimmste zu verhindern.

Wichtig für Hundehalter: Spaziergänge in die Morgen- und Abendstunden verlegen

Für Hundehalter gilt, dass der Spaziergang bevorzugt in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden sollte, wenn die Temperaturen gemäßigter sind. Andernfalls können – gerade bei älteren Tieren – Kreislaufprobleme auftreten.  „Niemals sollten Tiere im Auto zurückgelassen werden, auch dann nicht, wenn der Wagen im Schatten steht. Denn zum einen kann sich der Sonnenstand verändern und der Wagen binnen kurzer Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein, und zum anderen kann sich ein Wagen auch im Schatten so erwärmen, dass das Tier leidet und ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt. Auch das offene Schiebedach und das einen Spalt breit geöffnete Fenster helfen hier nicht!„ warnt Nicole Brühl, Präsidentin des Bayerischen Landesverbandes des Deutschen Tierschutzbundes. Pferde und Rinder auf der Weide sollten ebenfalls immer die Möglichkeit haben, sich in den Schatten zurückzuziehen. Auch hier gilt, dass immer ausreichend Wasser in der Tränke sein muss.

MK/ pm

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