In Sinzing und Pentling gehen erste Anschlüsse des kommunalen Glasfasernetzes der Laber-Naab Infrastruktur (LNI) in Betrieb. Die Telekom stellt darüber die aktive Technik und die gebuchten Tarife bereit. Die Projektpartner feierten diesen Meilenstein Ende Oktober bei der Ausflugsgaststätte „Zur Walba“ in Unterirading, die bereits über das neue Glasfasernetz versorgt wird.
Die Anschlüsse sind Teil des LNI-Gesamtprojekts, des größten geförderten Betreibermodells der Deutschen Telekom bundesweit. Das Glasfasernetz verbleibt dabei zu 100 Prozent im öffentlichen Eigentum.
Seit dem Baustart im April 2025 wurden 58,6 Kilometer Haupttrasse gebaut, rund 196 Kilometer Glasfaserkabel eingeblasen und knapp 1.000 Hausanschlüsse fertiggestellt. Die erschlossenen Adressen gehören zu den förderfähigen, sogenannten grauen und dunkelgrauen Flecken. Dazu kam die Querung der Donau und Vereinbarungen mit mehr als 200 Grundstückseigentümern. Weitere Anschlüsse werden schrittweise für die Nutzung bereitgestellt.
Zusätzlichen Zeitdruck brachte die kurzfristige Ankündigung eines bisherigen Anbieters, seine Internetversorgung vor Ort Ende November 2026 einzustellen. Das hätte besonders Matting betroffen. Ein Expertenteam der Telekom arbeitete deshalb mit der LNI und weiteren Beteiligten intensiv daran, die neue Versorgung rechtzeitig nutzbar zu machen.
„Ein Anschluss funktioniert erst, wenn die gesamte Verbindung vom Gebäude bis zum zentralen Netzknoten steht. Dafür haben alle Beteiligten eng zusammengearbeitet und gemeinsam Lösungen gefunden. Jetzt kommt das Ergebnis bei den Menschen und Betrieben an“, sagte der Geschäftsführer der LNI René Meyer.
Er dankte den Gemeindeverwaltungen und den Bürgermeistern Martin Brix in Sinzing sowie Barbara Wilhelm und ihrem Nachfolger Sebastian Hopfensperger in Pentling. Sein Dank galt auch den Grundstückseigentümern, den Anliegern für ihre Geduld sowie LAN Consult und der Tiefbaufirma Walter Bauer für ihre Arbeit und die direkte Ansprechbarkeit vor Ort.
Stefan Krantz, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Telekom Region Süd, betonte: „Die LNI baut das kommunale Netz, wir bringen unsere Technik, den Betrieb und die Dienste ein. Diese Partnerschaft macht leistungsfähige Glasfaseranschlüsse auch dort möglich, wo der Ausbau besonders anspruchsvoll ist. Für unsere Kundinnen und Kunden wird daraus jetzt schnelles Internet im Alltag.“
Glasfaser bietet mehr Leistung im Vergleich zu herkömmlichen DSL-Tarifen. Mit einem Glasfaseranschluss ist das heimische WLAN so stabil und zuverlässig, dass mehrere Personen gleichzeitig digital lernen und arbeiten, surfen, streamen und spielen können. Schon heute hat jeder Haushalt durchschnittlich mehr als zehn internetfähige Geräte – Tendenz steigend. Auch Betriebe und Selbständige können mit einem Glasfaseranschluss auf die stetig wachsenden digitalen Anforderungen flexibel reagieren. Wer sich für einen Glasfaseranschluss interessiert, kann im Internet nachsehen, ob er bereits von dem Ausbau profitiert: telekom.de/glasfaser.
Wie konkret der Nutzen ist, zeigt die Walba: Probleme mit der bisherigen Kupferleitung hatten Inhaberin Eva Menzl zwischenzeitlich zum Einsatz einer Satellitenlösung veranlasst. Nun verbinden rund sieben Kilometer Glasfaser das Gasthaus mit dem zentralen Netzknoten in Sinzing.
Landrätin Tanja Schweiger erklärte: „Schnelles Internet ist für die Menschen und Betriebe in unseren kleineren Ortsteilen genauso wichtig wie in den Ortszentren. Deshalb haben unsere Kommunen den Glasfaserausbau gemeinsam in die Hand genommen. Das Netz bleibt in öffentlichem Eigentum – damit investieren wir langfristig in die Lebensqualität und die wirtschaftliche Zukunft unserer Region,“
Unter dem Motto „Einer von 50.000. Unterirading ist dabei.“ steht der Anschluss stellvertretend für das Gesamtvorhaben. Im Cluster Süd sind insgesamt rund 11.500 Haushalte und Unternehmensanschlüsse vorgesehen.
Pressemitteilung Laber-Naab Infrastruktur GmbH / MF