Di., 24.03.2026 , 17:37 Uhr

Sinzing: Callcenter-Betrug mit anschließender Festnahme von Tatverdächtigen

Am Montag, 23. März, gegen 13:50 Uhr, wurde eine über 80-jährige Seniorin Opfer eines sogenannten Callcenter-Betrugs.

Im Zuge der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten zwei Tatverdächtige festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Sachbearbeitung übernommen und ermittelt.

Am Montag, 23. März, gegen 13:50 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz ein Notruf ein. Der Mitteiler, der sich zur Tatzeit nicht zu Hause aufhielt, wurde über ein Warnsystem darüber informiert, dass sich unberechtigte Personen in seinem Haus in Sinzing befinden. Einsatzkräfte wurden umgehend zur betreffenden Wohnanschrift entsandt. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnten im Nahbereich des Anwesens bzw. vor Ort zwei Tatverdächtige, ein 19-Jähriger und ein 25-Jähriger, festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Nachdem am Anfang der Verdacht bestand, dass weitere Täter auf der Flucht sein könnten, wurde mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und auch einem Polizeihubschrauber nach möglichen flüchtigen Personen gefahndet. Dieser erste Verdacht bestätigte sich im Laufe der weiteren Ermittlungen nicht.

Zudem ergaben sich Hinweise darauf, dass dem Eindringen in das Anwesen ein Callcenter-Betrug zum Nachteil einer über 80-jährigen Nachbarin vorausgegangen war. Die Seniorin wurde zuvor telefonisch durch bislang unbekannte Personen kontaktiert, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Unter dem Vorwand, in der Nachbarschaft seien Einbrecher festgenommen worden und man habe dabei Hinweise auf die Geschädigte aufgefunden, wurde diese zur Herausgabe von Wertgegenständen aufgefordert, um diese vermeintlich vor weiteren Straftaten zu sichern. Im weiteren Verlauf erschienen die beiden Tatverdächtigen bei der Geschädigten und erlangten durch Täuschung deren Haustürschlüssel für das benachbarte Anwesen. Dort entwendeten sie Bargeld sowie Schmuck im Gesamtwert eines mittleren fünfstelligen Eurobetrages. Die Tatbeute konnte bei den Tatverdächtigen aufgefunden und vollständig sichergestellt werden.

Die beiden Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg am Dienstag, 24. März, einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Beide Personen wurden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

 

 

PP Oberpfalz

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