Fr., 06.05.2016 , 15:58 Uhr

Sicherheitsgespräch 2016 im Landratsamt Regensburg

Auf Einladung von Landrätin Tanja Schweiger fand am Mittwoch im kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes das Sicherheitsgespräch 2016 statt. Polizeipräsident Gerold Mahlmeister und Polizeivizepräsident Michael Liegl stellten den Sicherheitsbericht für 2015 vor und gingen dabei detailliert auf die Sicherheitslage im Landkreis Regensburg ein. Weiter berichteten die Leiter der vier Polizeiinspektionen, Maximilian Schwarz für die Polizeiinspektion Neutraubling, Klaus Baumer für die Polizeiinspektion Regenstauf, Josef Schweiger für die Polizeiinspektion Wörth/Donau und Jakob Schels für die Polizeiinspekton Nittendorf, über besondere Vorkommnisse und Aufgabenstellungen im jeweiligen Inspektionsbereich. Weitere Berichte folgten vom Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg, Franz Schimpel, sowie von Dieter Fetzer, dem Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg. Am Sicherheitsgespräch nahmen des Weiteren teil Werner Schüssel vom Präsidialbüro des Polizeipräsidiums Oberpfalz und Stefan Stelzer als Leiter der Abteilung „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ im Landratsamt Regensburg.

 

 

Oberpfalzweiter Rückgang der Straftaten um 3.6 % im Vergleich 2015 zu 2014

Wie Polizeipräsident Gerold Mahlmeister erläuterte, weise der Landkreis Regensburg mit einer Häufigkeitszahl – also der Zahl, die das Verhältnis zwischen Einwohner und begangenen Straftaten, errechnet auf 100.000 Einwohner, ausdrückt – von 2.541 den drittbesten Wert aller 71 bayerischen Landkreise auf. Was bedeute, dass der Landkreis Regensburg nach den Landkreisen Eichstätt und Straubing-Bogen als der drittsicherste Landkreis in Bayern bezeichnet werden könne. Oberpfalzweit sei die Zahl der erfassten Straftaten in 2015 auf 54.002 Fälle - von 48.645 Fällen in 2014 - angestiegen, was einen Zuwachs von 11 % bedeute. Jedoch sei diese Steigerung ausschließlich auf die Anzeigenerstattung wegen aufenthaltsrechtlicher Verstöße im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise zurückzuführen. Ohne diesen Sondereffekt habe sich, so Mahlmeister, ein Rückgang um 1.705 Fälle oder 3,6 % ergeben. „Die Fallzahlen sind oberpfalzweit damit auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren“, so der Polizeipräsident.

 

 

Polizei auch im Asylbereich stark gefordert

Eine generelle Zunahme an Straftaten, der auf den Asylbereich zurückzuführen wäre, so Mahlmeister weiter, sei nicht festzustellen. Was aber die Polizei stark beanspruche, seien Unterstützungsleistungen bei Rückführungs- und Abschiebemaßnahmen aber auch Streitigkeiten in den Unterkünften, sei es in den Erstaufnahmeeinrichtungen oder auch in dezentralen Asylunterkünften, die zu vermehrten Einsätzen führten.

 

 

Bekämpfung der Wohnungseinbruchsdelikte weiterhin Schwerpunkt der Polizeiarbeit

Weil Wohnungseinbrüche in ganz besonderer Weise das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beeinträchtigten, werde die Polizei nach den Worten des Polizeipräsidenten diesem Deliktsbereich auch weiterhin große Aufmerksamkeit schenken. Entgegen dem Oberpfalztrend –der in 2015 einen Anstieg um 13 auf insgesamt 561 Fälle, und damit den höchsten Wert seit zehn Jahren aufweise – seien die Wohnungseinbrüche im Landkreis Regensburg in 2015 von 82 auf 72 Fälle zurückgegangen. Etwa 50 % dieser Fälle seien sog. Versuchsdelikte, also Fälle, in denen ein - dann erfolgloser - Einbruchsversuch stattgefunden habe. Diese Versuchsdelikte nähmen generell zu, was unter anderem darauf zurückzuführen sei, dass die Bürger vermehrt technische Schutzmaßnahmen ergreifen. Auch sei zunehmend eine höhere Sensibilität der Bevölkerung festzustellen, die dann zu mehr Meldungen an die Polizei führten.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz habe zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls ein umfangreiches Konzept erstellt, das eine Reihe repressiver als auch präventiver Maßnahmen beinhalte. Neben offenen und verdeckten Streifentätigkeiten oder einer qualifizierten Tatortarbeit gehöre hier auch das Beratungsangebot der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle dazu. Wobei sich die Häufigkeitszahl bei Wohnungseinbruchsdelikten im Landkreis Regensburg mit 38 im unteren Bereich bewege, auch was die Relation zu den Häufigkeitszahlen in diesem Deliktsbereich in der Oberpfalz (52), im Freistaat Bayern (59) und in der Bundesrepublik Deutschland (188) betreffe.

Pressemitteilung/MF

 

 

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