Di., 02.11.2021 , 20:32 Uhr

Rettungsorganisation aus Regensburg

Sea-Eye und Mission Lifeline retten gemeinsam 325 Menschen

Den Seenotrettungsschiffen SEA-EYE 4 von Sea-Eye e. V. und die RISE ABOVE von Mission Lifeline e. V. wurde in der Nacht zum Dienstag, 02.11.2021, ein Notruf vom AlarmPhone weitergeleitet. Durch die Zusammenarbeit der beiden Schiffe konnten 325 Menschen gerettet werden, die jetzt auf der SEA-EYE versorgt werden.

Dank Zusammenarbeit: 325 Menschen von 5 Booten gerettet und versorgt

Die kleinere, schnelle RISE ABOVE erreichte den Seenotfall zuerst, versorgte die Menschen mit Rettungswesten und blieb vor Ort, bis die größere SEA-EYE 4 eintraf. Die Crew evakuierte die Menschen aus dem hochseeuntauglichen Schlauchboot und brachte sie an Bord der SEA-EYE 4. Schon während der ersten Rettung wurden den Rettungsschiffen mehrere, weitere Seenotfälle gemeldet. Bis zum Dienstagmorgen konnten die Crews beider Schiffe 325 Menschenleben von insgesamt 5 Booten retten.

Dabei erwies sich die Zusammenarbeit beider Schiffe mit unterschiedlichen Eigenschaften als sehr wirksam. Während die RISE ABOVE doppelt so schnell ist und einen Unglücksort zügig erreichen kann, ist die SEA-EYE 4 in der Lage, viele Menschen an Bord zu nehmen und medizinisch in einem Bordhospital zu versorgen. Ermöglicht wird dies durch die medizinische Expertise der Bonner Organisation German Doctors e. V., die erneut mit Bordärztin Daniela Klein auf der SEA-EYE 4 vertreten ist.

 

Versorgung mit Medizin und Nahrung

An Bord der SEA-EYE 4 befinden sich nun 325 Menschen. Unter ihnen sind 152 Kinder, 31 Frauen und 142 Männer. Zwei der Frauen sind schwanger. Auf der SEA-EYE 4 werden die Menschen nun einem ersten medizinischen Check-up unterzogen, auf Covid-19 getestet und mit Nahrung und Trinkwasser versorgt.

„Es gibt 5 Menschen mit schweren Verletzungen. Bis zu 10 Personen mussten heute länger im Hospital behandelt werden. Wir werden noch bis in die Nacht arbeiten und müssen noch rund 50 Menschen medizinisch versorgen. Viele der Geretteten sind sehr seekrank, was sich auch dadurch verschlimmert hat, dass viele Menschen Treibstoff eingeatmet haben, was zu schrecklicher Übelkeit und Erbrechen führte. Und es gibt viele Hautverbrennungen, die durch den mit Meerwasser vermischten Treibstoff verursacht wurden. Nicht zu vergessen sind ältere Wunden, die ebenfalls behandelt werden müssen, und psychisch traumatisierte Patienten”,

sagt Bordärztin Daniela Klein von German Doctors e. V.

„Unter den Geretteten haben wir rund 150 Minderjährige und mehrere Familien mit Kleinkindern. 11 Kinder sind annähernd um die drei Jahre alt. Wären unsere Schiffe nicht rechtzeitig vor Ort gewesen, dann wären die Leben dieser Menschen dem Meer ausgeliefert geblieben. Wir sind dankbar, dass die Familien nun in den fürsorglichen Händen unserer Rettungskräfte sind”,

sagt Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e. V.

Axel Steier, Vorsitzender von Mission Lifeline e. V. äußert dazu:

„Wir sind glücklich, dass wir im ersten Einsatz mit unserem neuen Schiff zusammen mit der Crew der SEA-EYE 4 so viele Menschen retten konnten. Die spezifischen Stärken und Vorteile jedes der beiden Schiffe zu kombinieren, war für die Rettungen von unschätzbarem Vorteil.”

 

Sea Eye/JM

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 Regensburg: Universität tritt europäischem Netzwerk für nachhaltige Entwicklung bei Die Universität Regensburg (UR) ist seit dem Frühjahr 2026 Mitglied der COPERNICUS Alliance, einem europäischen Hochschulnetzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit dem Beitritt will die UR ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter stärken, sichtbarer machen und gezielt ausbauen. Internationale Hochschulnetzwerke gelten dabei als Orte des gegenseitigen Lernens und der gemeinsamen Weiterentwicklung. Strategisches Signal für Nachhaltigkeit in Regensburg 29.04.2026 Regensburg: Spurensuche nach Praxis-Einbruch – Polizei bittet um Hinweise In einer Arztpraxis im Regensburger Ostenviertel ist es zwischen Montagabend, 27. April, und Dienstagmorgen, 28. April, zu einem Einbruch gekommen. Eine bislang unbekannte Person verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu den Räumen und entwendete Bargeld. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen übernommen. Einbruch über Fenster im Ostenviertel Nach bisherigem Stand der Ermittlungen drang der Täter über 29.04.2026 Regensburg: E-Scooter-Fahrer bei Unfall verletzt - Polizei warnt Am Dienstagmorgen (28.04.2026) ist es im Unterinslinger Weg in Regensburg zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lastwagen und einem E-Scooter gekommen. Der 38-jährige Fahrer des Scooters wurde dabei leicht verletzt. Unfall beim Abbiegen in die Humboldtstraße Gegen 7:45 Uhr war ein 49-jähriger Lastwagen-Fahrer stadteinwärts auf dem Unterinslinger Weg unterwegs. An der Einmündung zur Humboldtstraße bog er 29.04.2026 Oberpfalz: Polizeipräsidium warnt vor neuer Betrugsmasche „Russische Callcenter“ Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vor einer neuen Variante des Callcenter-Betrugs. Bei der Masche „Russische Callcenter“ sprechen die Täter gezielt russischsprachige Bürger auf Russisch an. Mit der vertrauten Sprache erschleichen sie sich Vertrauen und drängen ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Unter Vortäuschen der klassischen „Unfalllegende“ treten die Täter laut Polizei überwiegend als falsche