Fr., 25.05.2018 , 16:24 Uhr

Sea-Eye rettet 157 Flüchtlinge

Am Donnerstag, 24. Mai kontaktierte die Libysche Küstenwache gegen 11:13 Uhr das Rettungsschiff Seefuchs der Regensburger Seenotretter von Sea-Eye e.V. Da die Informationen absolut unverständlich waren, nahm Schiffsführer Sampo Widmann (Starnberg) sofort Kontakt mit der italienischen Rettungsleitstelle, dem MRCC Rom auf. Die Italiener gaben dem Skipper Koordinaten eines Seenotfalls, der sich zehn Seemeilen von der Position der Seefuchs befand. 

Sampo Widmann setzte Kurs auf die genannte Position und koordinierte den Einsatz mit dem Rettungsleiter der Sea-Watch 3, die ebenfalls informiert worden war. Beide Schiffe suchten beinahe 2 Stunden, gemeinsam nach dem Rubberboat. Die Rettungsboote der Sea-Watch 3 fanden schließlich die 157 Bootflüchtlinge und begannen sofort mit der Verteilung von Rettungswesten. Nach Eintreffen der Seefuchs begann die gemeinsame Rettung der Menschen mit einem Transport auf die Sea-Watch 3

An Bord des Rettungsbootes von Sea-Eye e.V. beteiligten sich der Berliner Erik Marquardt, die Landshuter Rettungssanitäterin Judith Barth und die Leipziger Ärztin Tina Stegmann an der unmittelbaren Rettung. 

"Wir waren erleichtert zu sehen, dass es keine schweren Verätzungen gab. Die Rettung verlief ruhig und konzentriert. Etwas stressig wurde es, als sich die libysche Küstenwache näherte. Wir beeilten uns um zu verhindern, dass die Menschen in Panik geraten. Als die libysche Küstenwache den Einsatzort erreichte, war deren Unterstützung nicht mehr erforderlich." - Judith Barth, Rettungssanitäterin Landshut

An Bord der Sea-Watch 3 unterstützten Crewmitglieder der Seefuchs bis zum Abend die Crew der Sea-Watch 3 bei der Verteilung der ersten Mahlzeit. Die geretteten Menschen stammen überwiegend aus dem Sudan. 

 

pm/MB

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