Di., 09.07.2019 , 09:24 Uhr

Sea-Eye: 44 Menschen vor Lampedusa gerettet

Nur wenige Tage nach der Rettung von 65 Personen vor Libyen konnte die Crew von Sea-Eye 44 weitere Menschen an Bord der "Alan Kurdi" bringen. 

Nach der Übergabe von 65 Geretteten an maltesische Behörden am Sonntag, setzte das Schiff noch am Sonntagabend Kurs in Richtung libysche Such-und-Rettungszone. Kurz nach Erreichen der Zone hörte die Besatzung über Funk mit, wie tunesische Fischer und nahezu zeitgleich das zivile Suchflugzeug „Colibri“ den Seenotfall an die maltesische Seenotrettungsleitstelle meldeten. Die Sea-Eye Crew bot den maltesischen Behörden Unterstützung an und änderte den Kurs entsprechend.

Die maltesischen Behörden ernannten den naheliegenden Frachter MV „Iver Best“ zum sog. On-Scene-Coordinator und übergaben ihm damit die Koordinierungsbefugnis vor Ort. Auf Anweisung der „Iver Best“ begann die Crew der „Alan Kurdi“ kurz nach ihrer Ankunft mit dem Austeilen der Schwimmwesten. Weiterhin ordnete die Besatzung des Frachters die Aufnahme der Menschen an Bord des Rettungsschiffes „Alan Kurdi“ an.

44 Menschen, darunter vier Frauen und drei Kinder konnten sicher an Bord der „Alan Kurdi“ gebracht werden. Die Kinder sind 15 Monate, drei und fünf Jahre alt. Die Menschen stammen aus Syrien, Libyen, Pakistan, Bangladesch und Guinea. Nach eigenen Angaben sind die Menschen am frühen Samstagmorgen in Zuwara gestartet.

Die maltesischen Behörden nannten der "Alan Kurdi" eine Koordinate an der die Menschen von den Maltesern übernommen werden sollen. Momentan wartet die crew auf die Ankunft der maltesischen Marine. Die „Alan Kurdi“ plant ihren Einsatz im Such- und Rettungsgebiet vor Libyen nach der Übergabe fortzuführen.

Wir sind unglaublich froh, dass wir erneut zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein konnten und wir nun 44 weitere Menschen in Sicherheit wissen. Ein 15 Monate altes Baby sollte sich niemals in einer so lebensgefährlichen Situation befinden müssen. Hoffentlich wird die maltesische Marine die Menschen schnell übernehmen, sodass wir weiter im Suchgebiet präsent sein können, wo wir ganz offensichtlich gebraucht werden.“, sagt Sea-Eye Sprecherin Carlotta Weibl
 

 

 

Pressemitteilung Sea-Eye

Das könnte Dich auch interessieren

25.03.2026 IKEA ruft Kerzen wegen Brandgefahr zurück Der Möbelhändler IKEA ruft die SMÖJTRÄD Lüsterkerzen, duftneutral, 25 Zentimeter, zurück. 20.03.2026 Oberpfalz: „Keyless-Go“ im Visier von Autodieben – Polizei gibt Tipps zum Schutz „Keyless-Go“-Diebstahl in der Oberpfalz Die Zahl der Diebstähle von Autos mit „Keyless-Go“-Technologie schwankt laut Polizei zwar von Jahr zu Jahr, liegt in der Oberpfalz aber seit längerer Zeit auf einem vergleichbaren Niveau. Aus Sicht der Polizei gibt es deshalb keinen Anlass zur Sorge wegen ungewöhnlich hoher Fallzahlen. In diesem Jahr wurden allerdings bereits mehrere Fälle 18.03.2026 Weniger Verletzte und Tote bei Verkehrsunfällen in Bayern im Januar 2026 Nach vorläufigen Angaben der Polizei wurden im Januar 31.072 Unfälle registriert. Das sind 6,8 Prozent mehr als im Januar 2025. Gleichzeitig sank jedoch die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, deutlich.Weniger Unfälle mit Personenschaden In 2.514 Fällen kamen Personen zu Schaden. Das entspricht einem Rückgang um 12,4 Prozent im Vergleich zum 03.03.2026 Regensburg: Tag der Archive 2026 am 6. und 7. März Unter dem bundesweiten Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen staatliche, kommunale, kirchliche und private Archive ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit und Bestände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen. Führungen am 6. März: Spitalarchiv, Universitätsarchiv und Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Am Freitag, 6. März 2026,