Do., 30.11.2017 , 15:37 Uhr

Schwer verletzter Junge: Eltern müssen in Haft

Ein Paar, das seinen kleinen Sohn trotz lebensgefährlicher Brandverletzungen nicht ärztlich behandeln ließ, muss ins Gefängnis. Der Vater wurde am Donnerstag am Landgericht Regensburg zu fünf Jahren Haft verurteilt, die Mutter zu drei Jahren und neun Monaten. Die Frau hatte im vergangenen Herbst mit einem in Brand geratenen Benzinkanister im Garten hantiert. Dabei erlitt der jetzt Sechsjährige, der direkt daneben stand, die schweren Verletzungen. 

Aus Angst vor dem Jugendamt kümmerten sich die Eltern vier Tage lang kaum darum. Eine Zeugin bemerkte dann den Zustand des Kindes und informierte Polizei und Jugendamt. Der Junge und seine vier Geschwister befinden sich inzwischen alle in Obhut des Jugendamts.

Weil die Mutter wegen einer psychischen Erkrankung als eingeschränkt steuerungsfähig gilt, fiel das Strafmaß bei der 37-Jährigen geringer aus als beim gleichaltrigen Vater.

 

Junge mit Brandverletzungen: Unsere Berichterstattung

Hier finden Sie weitere Videos zum Thema:

 

dpa/MF

Das könnte Dich auch interessieren

11.03.2026 Pfatter: Zwei Tatverdächtige nach Einbruch in Bäckerei festgenommen In Pfatter im Landkreis Regensburg ist es am Dienstagabend, 10. März 2026, zu einem Einbruch in eine Bäckerei gekommen. 11.03.2026 Donaustauf: Kennzeichen gestohlen und Tankbetrug begangen In Donaustauf kam es am Dienstag, 10.03.2026, zu einem Kennzeichendiebstahl mit anschließendem Tankbetrug. 11.03.2026 Regensburg: Nächtlicher Coup in Stadtamhof – Einbruch in Café Die Polizei sucht nach einem Einbrecher, der am Wochenende in ein Café in Stadt am Hof eingebrochen wurde. 10.03.2026 Regensburg: Neunjähriger bringt gefundenes Geld zur Polizei Gleich in drei Fällen haben ehrliche Finder am gestrigen Tag Bargeld bei der Polizei abgegeben. Besonders bemerkenswert: Der jüngste Finder ist erst neun Jahre alt.