So., 25.12.2022 , 10:22 Uhr

Schwandorf: Erst Passanten mit dem Messer bedroht, dann auf Polizeiinspektion randaliert

40-jähriger Mann verletzt in Schwandorf zwei Beamte und springt aus erstem Stock - Unterstützungskräfte können den Mann in psychischer Ausnahmesituation letztendlich bändigen - Großeinsatz für Polizei und Rettungsdienst

Am 24.12. gegen 11 Uhr hat ein 40 Jahre alter Mann auf einem Supermarktparkplatz in Schwandorf einen PKW-Fahrer zum Anhalten gezwungen. Er baute sich vor dem Fahrzeug auf, zog ein Klappmesser aus der Jackentasche und hielt es dem Fahrzeuginsassen vor der Windschutzscheibe entgegen.

Ohne weiter auf den Pkw-Fahrer einzuwirken, wandte sich der Mann ab und begab sich auf das Parkplatzareal. Zu weiteren Zwischenfällen kam es hier nicht mehr.
Eine verständigte Polizeistreife konnte die Person in Gewahrsam nehmen.

Zwar zeigte der Mann zunächst keine auffälligen Aggressionen, machte aber einen verwirrten und orientierungslosen Eindruck.  In diesem Zustand stellte er eine Gefahr für sich und andere dar, weshalb er in ein Fachkrankenhaus eingewiesen werden sollte.

Als ihm die Maßnahme eröffnet wurde, rastete der 40-Jährige urplötzlich aus und griff die anwesenden Polizeibeamten mit Faustschlägen und Tritten an. Auch versuchte er die Polizeibeamten zu beißen. Trotz entschiedener, körperlicher Gegenwehr der Polizeibeamten und dem Einsatz von Pfefferspray konnte der Angreifer nicht fixiert werden. Er sprang aus dem 1. Stock in den Innenhof des Polizeigebäudes. Erst nach Hinzuziehung weiterer Unterstützungskräfte konnte die Person überwältigt und gesichert werden.

Bei den Widerstandshandlungen wurden zwei Polizeibeamte verletzt und mussten sich zur ambulanten Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus begeben. Auch der Angreifer erlitt Verletzungen und wurde zu Untersuchungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen, u.a. wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte werden durch die PI Schwandorf geführt.

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