Fr., 05.01.2024 , 15:41 Uhr

Schwandorf: Bruder-Gerhard-Hospiz der Johanniter eröffnet

Unter Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik, Gesellschaft, des örtlichen Hospizvereins und der Johanniter wurde am heutigen Freitag die Eröffnung des Bruder-Gerhard-Hospizes in Schwandorf gefeiert.

Die Feierlichkeiten begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche „Zu Unserer Lieben Frau vom Kreuzberg“ in Schwandorf, den Regionalbischof Klaus Stiegler und Pfarrer Dr. Christoph Seidl gestalteten. Stiegler bezeichnete in seiner Predigt diesen Tag als einen guten Tag, der die Oberpfalz mitmenschlicher mache.

Nach der Begrüßung durch den Regionalvorstand der Johanniter in Ostbayern, Martin Steinkirchner, der sich bei vielen Menschen, die an der Entstehung dieses Hospizes beteiligt waren, bedankte, folgte die Festansprache durch Walter Jonas, den Regierungspräsident der Oberpfalz. Er wies darauf hin, dass immer mehr Menschen am Ende ihres Lebens alleine leben. Und deswegen bedürfe es vieler Menschen, die sich auf das Sterben anderer Menschen einlassen, so wie die Mitarbeitenden im Hospiz, so Jonas weiter.

Nach den Grußworten von Dr. Johannes Freiherr von Erffa (Mitglied im Landesvorstand der Johanniter in Bayern), MdB Martina Engelhardt-Kopf, MdL Alexander Flierl, dem stellvertetenden Landrat von Schwandorf, Richard Tischler, und Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller, fand anschließend die feierliche Eröffnung und Segnung des Bruder-Gerhard-Hospizes statt. Das Hospizteam um Leiterin Katharina Salbeck und der Hospizverein Schwandorf Stadt und Land boten Führungen durch das Haus an, um den Anwesenden einen Einblick in die Hospizarbeit zu geben. Mit einem gemeinsamen Mittagessen im nahe gelegenen Konrad-Max-Kunz-Saal, für das Johanniter Ortsverband Schwandorf gesorgt hatte, klang der Tag langsam aus.

Katharina Salbeck und ihr Team haben sich zum Ziel gesetzt, den Gästen bestmögliche Lebensqualität zu bieten: „Für uns ist es besonders wichtig, die Menschen individuell zu begleiten, Wünsche umzusetzen und sowohl unsere Gäste als auch ihre Angehörigen bedürfnisorientiert zu begleiten“. Nach dem Tag der offenen Tür am Samstag, werden ab Montag, den 8. Januar, die ersten Gäste aufgenommen. Im Hospiz können bis zu zehn Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet werden.

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit konnte das Hospiz im Dezember 2023 fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 6 Millionen Euro. Über Zuschüsse und Spenden konnten über 1,5 Millionen Euro finanziert werden. Auch nach der Eröffnung sind die Johanniter weiterhin auf Unterstützung angewiesen, da Kranken- und Pflegekassen nur 95 % der laufenden Kosten tragen. Daraus ergibt sich ein jährliches Defizit von 200.000 bis 300.000 Euro.

Um den Menschen letzte Wünsche zu erfüllen und individualisierte Therapien zu ermöglichen, kann auf folgendes Konto gespendet werden:

 

Spendenkonto:

Sparkasse Schwandorf

Verwendungszweck: Spende Bruder-Gerhard-Hospiz

IBAN: DE09 7505 1040 0031 6168 57

BIC: BYLADEM1SAD

 

Die Johanniter in Ostbayern

Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit über 1700 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region.

Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da.

Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem im Bau befindlichen Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig.

Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.

 

 

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. / MB

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Regensburg: Tag der Archive 2026 am 6. und 7. März Unter dem bundesweiten Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen staatliche, kommunale, kirchliche und private Archive ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit und Bestände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen. Führungen am 6. März: Spitalarchiv, Universitätsarchiv und Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Am Freitag, 6. März 2026, 03.03.2026 Regensburg: Jeder zehnte Arbeitnehmer suchtgefährdet – Caritas setzt klares Zeichen In Deutschland gilt jeder zehnte Arbeitnehmer als suchtgefährdet. Suchtprobleme machen damit auch vor Werkstoren und Bürotüren nicht halt. Die Folgen sind spürbar: mehr Fehlzeiten, mehr Arbeitsunfälle und sogar Frühverrentungen. Der bundesweite wirtschaftliche Schaden liegt laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen bei über 30 Milliarden Euro . Bei der Fachambulanz für Suchtprobleme im Caritasverband Regensburg ist nun 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 23.02.2026 75 Jahre Krones: Vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner