Mi., 10.09.2025 , 16:04 Uhr

War die Tat geplant?

Schwandorf: Auto fährt in Freisitz – drei Verletzte

Horrorabend für mehrere Personen aus Schwandorf: während Sie beim Essen waren, wurden sie von einem Auto erfasst. Der Fahrer flüchtete zuerst, wurde dann aber von der Polizei gefasst. Jetzt hat die Polizei neue Details zum Hintergrund der Tat bekannt gegeben.

Update vom 10. September 2025

Tatverdächtiger bereits vorher auffällig

Die Kriminalpolizei Amberg untersucht weiterhin den Fall eines versuchten Totschlags vor einem Schnellimbiss. Der 27-jährige Tatverdächtige war bereits wenige Stunden vor der mutmaßlichen Tat in Regensburg polizeilich aufgefallen – unter anderem wegen Trunkenheit am Steuer und überhöhter Geschwindigkeit.

Auffälliges Verhalten bereits in den Morgenstunden

Am frühen Morgen des 31. August 2025 wurde der 27-Jährige bei einer Kontrolle in Regensburg mit einem Mietwagen gestoppt. Die Polizei stellte fest, dass er alkoholisiert unterwegs war. Da er sich zudem nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt, musste er noch vor Ort seinen Führerschein abgeben. Der Fahrzeugschlüssel wurde einem nüchternen Beifahrer übergeben.

Hinweise auf mögliche Tatplanung

Im Zuge der Ermittlungen zum versuchten Tötungsdelikt vor einem Schnellimbiss verdichteten sich Hinweise, dass der 27-Jährige möglicherweise vorsätzlich gehandelt haben könnte. Durch Zeugenbefragungen wurden Verhaltensänderungen beim Tatverdächtigen bekannt.

Tatverdächtiger schweigt

Bislang äußert sich der Tatverdächtige nicht zum Geschehen. Die Kriminalpolizei Amberg setzt die Ermittlungen fort.

 

Erstmeldung

Am Sonntagabend, dem 31. August, kam es gegen 19:20 Uhr in der Friedrich-Ebert-Straße in Schwandorf zu einem schweren Zwischenfall. Ein schwarzer VW Golf fuhr in den Freisitz eines Schnellimbisses in der Innenstadt. Dabei wurden drei Personen im Alter zwischen 22 und 24 Jahren leicht verletzt.

Fahrer nach Flucht festgenommen

Der 27-jährige Fahrer, ein in Schwandorf lebender Marokkaner, flüchtete zunächst vom Tatort, konnte aber im Rahmen einer Tatortnahbereichsfahndung von der Polizei festgenommen werden. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts übernommen. Am Tatort wurden Spuren gesichert.

Keine Hinweise auf politisches Motiv

Laut ersten Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf eine politisch motivierte Tat. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in drei Fällen, gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erlassen. Der Mann sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Tat mit Mietwagen verübt

Der Beschuldigte war am Tatabend mit einem Mietwagen unterwegs, den er sich einige Tage zuvor legal bei einer regionalen Autovermietung ausgeliehen hatte.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Am Montag befragte die Kriminalpolizeiinspektion Amberg weitere Personen, um die Hintergründe der Tat aufzuklären.

Die Kriminalpolizei Amberg bittet Personen, die am Sonntagabend gegen 19:20 Uhr im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße etwas Auffälliges beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 09621/890-0 zu melden. Zudem wurde ein Online-Portal eingerichtet, über das Video- oder Bildmaterial zur Tat hochgeladen werden kann.

Medien-Upload-Portal: https://medienupload-portal03.polizei.bayern.de/

 

PP Oberpfalz / JM

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