Fr., 09.09.2022 , 16:46 Uhr

Prognose für Mitte 2030

Schülerzahl in Bayern steigt in den nächsten Jahren um gut 200.000

An den Schulen in Bayern werden nach Berechnungen der Kultusministerkonferenz (KMK) Mitte der 2030er Jahre voraussichtlich gut 200.000 Schüler mehr als heute unterrichtet.

Das entspricht einem Anstieg von knapp 15 Prozent. Die Zahl der Schüler im Freistaat wird von derzeit mehr als 1,6 Millionen auf dann über 1,8 Millionen steigen, wie aus der am Freitag vorgelegten Prognose hervorgeht.

Bayern liegt mit seiner Entwicklung über dem deutschlandweiten Durchschnitt, für den die KMK einen Zuwachs von 10,2 Prozent prognostiziert. Die Vorausberechnungen werden regelmäßig aktualisiert und von der KMK veröffentlicht. Sie sind Grundlage für Berechnungen zur Entwicklung des Lehrkräftebedarfs. Steigende Schülerzahlen werden immer wieder als eine der Ursachen für den Lehrermangel genannt. Im Vergleich zur letzten Prognose fällt der erwartete Anstieg der Schülerzahl geringfügig kleiner aus.

Begründet wird das Wachstum mit «zuletzt stetig angestiegenen Geburtenzahlen» und der Zuwanderung. Mit steigenden Schülerzahlen steigt auch die Zahl der Abgänger und Absolventen, was in Zeiten des Nachwuchsmangels in vielen Branchen zumindest langfristig etwas Entspannung bringen könnte. An allgemeinbildenden Schulen wird demnach mit einem Anstieg der Abgänger- und Absolventenzahlen von heute 121 000 auf 140 000 gerechnet. An beruflichen Schulen soll die Schülerzahl mit rund 121 000 weitgehend gleich bleiben. Die Zahl der Absolventen mit Fachhochschul- oder Hochschulreife könnte von knapp 57 000 auf 60 000 steigen.

 

dpa

 

Unser Beitrag über den aktuellen Lehrermangel

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