Do., 05.03.2026 , 10:21 Uhr

Schierling: Notunterkunft geht in Stand-by-Modus

Ab dem Frühsommer wird die Notunterkunft im ehemaligen Autohaus in Schierling bis auf Weiteres in den Stand-by-Modus versetzt. Derzeit leben dort noch 51 Menschen – sie werden in den kommenden Wochen schrittweise auf die dezentralen Unterkünfte im Landkreis verteilt. Damit endet vorerst der Betrieb der letzten verbliebenen Notunterkunft im Landkreis Regensburg.

Verbleibende Bewohner werden aufgeteilt

Die Notunterkunft in Schierling war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Baustein in der Unterbringung von Geflüchteten im Landkreis Regensburg. In Spitzenzeiten fanden dort bis zu hundert Menschen ein erstes Obdach, bevor sie auf die derzeit rund 90 dezentralen Unterkünfte im Landkreis verteilt wurden. Aktuell sind noch 51 Personen in der Unterkunft untergebracht, darunter Familien mit Kindern aus Syrien, dem Iran und der Ukraine sowie Einzelpersonen aus der Türkei und Tunesien. In den kommenden Wochen und Monaten werden sie sukzessive in dezentrale Unterkünfte umziehen. Sogenannte Fehlbeleger sind aufgefordert, sich eigenständig um Wohnraum zu bemühen.

Viele der Bewohnerinnen und Bewohner haben inzwischen Arbeit gefunden, besuchen Schulen oder nehmen an Integrationskursen teil. Das Unterkunftsmanagement des Landkreises legt daher großen Wert darauf, bei den anstehenden Umzügen darauf zu achten, dass Arbeitsverhältnisse, Schulbesuche und Integrationsmaßnahmen möglichst ohne Unterbrechung fortgeführt werden können. Ziel ist es, die bereits erreichten Integrationsschritte nicht zu gefährden.

Letzte verbliebende Notunterkunft im Landkreis

In den vergangenen drei Jahren hatte der Landkreis Regensburg neben Schierling auch in Bach a.d.Donau (MS Rossini), Bernhardswald und Obertraubling Notunterkünfte betrieben. Sie dienten dazu, die monatlichen Zuweisungen des Freistaats Bayern in Zeiten besonders hoher Zugangszahlen zunächst aufzunehmen, bevor die Asylbewerberinnen und Asylbewerber in die zukunftsoffene Unterbringung in dezentralen Unterkünften wechseln konnten.

Landrätin Tanja Schweiger zieht eine positive Bilanz des Betriebs:

„Die Notunterkunft in Schierling hat weitgehend reibungslos funktioniert. Dafür danke ich allen Beteiligten – von den Mitarbeitenden im Unterkunftsmanagement über die Sicherheitsdienste bis hin zu den Ehrenamtlichen und der Gemeinde. Uns ist bewusst, dass mit der Anzahl der Asylbewerber in Schierling die Bürgerschaft immer wieder gefordert wurde. Für das Verständnis bedanken wir uns ausdrücklich.“

 

Notunterkunft als Reserve

Dank der Notunterkünfte mussten keine Schulturnhallen belegt werden. Das war dem Landkreis von Anfang an ein großes Anliegen – für die Schulen, für die Vereine und für die Kinder und Jugendlichen. Mit dem Wechsel in den Stand-by-Modus bleibt die Unterkunft in Schierling grundsätzlich als Reserve erhalten. Zugleich setzt der Landkreis weiterhin auf die bewährte dezentrale Unterbringung als tragende Säule seiner Integrationsarbeit.

Landkreis Regensburg/JM

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