Do., 13.01.2022 , 15:59 Uhr

Schadenersatz: Ex-Denkmalpfleger Egon Greipl muss 730.000 Euro an Freistaat zahlen

In den 90er Jahren war Egon Greipl für sechs Jahre Kulturreferent der Stadt Regensburg. Für Entscheidungen während seiner Zeit als Chef der Denkmalschutzbehörde musste er sich vor Gericht verantworten. Nun wurde ein Urteil gesprochen.

 

Bayerns einstiger Chef-Denkmalpfleger muss dem Freistaat laut einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes (VGH) rund 730.000 Euro Schadenersatz zahlen. Der VGH bestätigte damit das vorinstanzliche Urteil des Verwaltungsgerichtes Regensburg von Januar 2019 und lehnte den Berufungsantrag ab. Der Beschluss ist unanfechtbar, teilte der VGH bereits Ende Dezember mit. Mehrere Medien berichteten über das Urteil.

Nach Überzeugung der Richter hatte der ehemalige Generalkonservator Egon Greipl als Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege zahlreiche Arbeitsverträge mit Mitarbeitern geschlossen, ohne dafür Beiträge an die Sozialkassen abzuführen. Der Freistaat musste das Geld an die Renten- und Krankenkassen sowie die Arbeitslosenversicherung nachzahlen – und klagte gegen seinen ehemaligen Spitzenbeamten.

Das Verwaltungsgericht Regensburg entschied vor drei Jahren, dass Greipl die rund 730 000 Euro übernehmen muss und warf ihm unter anderem eine grob fahrlässige Dienstpflichtverletzung vor. Dieses Urteil ist nun rechtskräftig. Greipl war von 1999 bis 2013 Leiter des bayerischen Denkmalamtes.

 

dpa/MB

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Regensburg: Tag der Archive 2026 am 6. und 7. März Unter dem bundesweiten Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen staatliche, kommunale, kirchliche und private Archive ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit und Bestände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen. Führungen am 6. März: Spitalarchiv, Universitätsarchiv und Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Am Freitag, 6. März 2026, 03.03.2026 Regensburg: Jeder zehnte Arbeitnehmer suchtgefährdet – Caritas setzt klares Zeichen In Deutschland gilt jeder zehnte Arbeitnehmer als suchtgefährdet. Suchtprobleme machen damit auch vor Werkstoren und Bürotüren nicht halt. Die Folgen sind spürbar: mehr Fehlzeiten, mehr Arbeitsunfälle und sogar Frühverrentungen. Der bundesweite wirtschaftliche Schaden liegt laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen bei über 30 Milliarden Euro . Bei der Fachambulanz für Suchtprobleme im Caritasverband Regensburg ist nun 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 23.02.2026 75 Jahre Krones: Vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner