Mi., 28.08.2019 , 16:14 Uhr

"Scamming" in Regensburg: Polizei warnt

Einen zweistelligen Millionenbetrag als überraschendes Erbe. Klingt verlockend, doch in den meisten Fällen steckt dahinter ein Fall von „Scamming“ – auch bekannt als Vorschussbetrug. Ein 71-Jähriger aus Regensburg fiel darauf nicht herein. Die Polizei warnt vor solchen Betrügereien, die es bereits seit Ende der 80er Jahren gibt und die sich stets verändern.

Der Polizeibericht:

Vor wenigen Tagen erhielt ein 71-jähriger Mann aus dem Landkreis Regensburg eine zunächst interessante Mail. Über 30 Millionen Euro hätte er überraschend geerbt. Zur Abwicklung müsse er nur ein Konto in Spanien eröffnen und vorab Gebühren dorthin überweisen. Er fiel nicht darauf herein und erstattete richtigerweise bei der Polizei eine Anzeige.

Diese Betrugsmasche fällt unter den Phänomenbereich des „Scamming“. Dabei handelt es sich um eine perfide Betrugsmasche. Versprochen wird die große Liebe, das schnelle Geld oder der Traumjob.

Oft führt der Weg zum ersehnten Glück nämlich über Vorauszahlungen an Betrüger (Scammer). Die unter dem Namen Nigeria Connection bekannt gewordene Betrugsmasche beschränkt sich mittlerweile nicht mehr nur auf Massenmails mit absurden Gewinnversprechen, sondern tritt in vielfältiger Form in Erscheinung.

Zu einem der ältesten Tricks der Nigeria Connection gehören eben diese E-Mails (vormals Briefe oder Faxe), die dem Empfänger eine Menge Geld versprechen – aus einer Erbschaft oder einem Familienschatz beispielsweise. Um an das gewünschte Geld zu kommen, werden allerdings zunächst viele tausend Euro für Gebühren, Notarkosten oder Steuer fällig. Wenn das Opfer zahlt, brechen die Betrüger den Kontakt ab – das gezahlte Geld ist unwiederbringlich verloren. Momentan nutzen die Betrüger wieder Briefpost, um Menschen abzuzocken. Damit wollen sie ihrem kriminellen Tun einen offiziellen Anstrich verpassen.

Was sollen Betroffene tun, wenn sie „gescammt“ wurden?

–          Blockieren: Brechen sie jeden Kontakt ab.

–          Ignorieren: Gehen Sie keinesfalls auf Forderungen ein und überweisen sie kein Geld.

–          Sichern: Speichern sie Mails und Texte als Beweis ab

–          Hilfe holen: Wenden Sie sich an die Polizei

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg führt nun die weiteren Ermittlungen in dem Fall.

 

Weitere Infos: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/

Polizeimeldung

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