Mi., 06.07.2022 , 11:45 Uhr

Saal an der Donau: Telefonbetrüger erfolgreich - Zeugen gesucht

Erneut haben Telefonbetrüger im Landkreis Kelheim zugeschlagen. In Saal an der Donau sind diese erfolgreich gewesen und haben eine Seniorin um mehrere tausend Euro betrogen. Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern bittet nun um Zeugenhinweise zu dem unbekannten Geldabholer.

Kurz nach 11.00 Uhr erhielt eine 71-jährige Seniorin aus Saal an der Donau von einer unbekannten Rufnummer einen Anruf einer gewissen Frau Schmid. Die Anruferin gab sich am Telefon als Polizei aus und teilte der Frau mit, dass ihre Tochter in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt gewesen sei, bei dem ein Kleinkind tödlich verunglückt sei. Nachdem die Tochter den Angaben der Anruferin zufolge auch noch Fahrerflucht begangen hätte, sollte sie zur Abwendung der Verhaftung 45.000 Euro an Kaution bezahlen.

In der Annahme, die erfundene Geschichte würde sich tatsächlich so zugetragen haben, übergab die Frau an der Wohnungstüre gegen 12.15 Uhr an einen unbekannten Mann in einer roten Tasche mit der Aufschrift „Sparkasse“ mehrere tausend Euro.

Die Kripo Niederbayern bittet um Zeugenhinweise zu dem unbekannten Abholer.

 

Täterbeschreibung:

  • ca. 30 – 35 Jahre alt,
  • ca. 160 – 165 cm groß,
  • kräftige Figur (nicht dick),
  • fast schwarze, lichte, leicht gewelltes Haar die in die Stirn hingen,
  • ohne Bart,
  • ohne Brille,
  • er war bekleidet mit einem weißen T-Shirt und einer hellbeigen Hose (evtl. Jeans).
  • Der Abholer müsste nach der Tat zu Fuß in Richtung Sportheim gegangen sein.

 

Wer gestern, 05.07.2022, ca. 11.00 Uhr bis etwa 12.45 Uhr verdächtige Personen/Fahrzeuge im Bereich der Lindenstraße/Hans-Watzlik-Straße bzw. in der Nähe der dortigen Gaststätte gemacht hat, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Kelheim, Tel. 09441/5042-0, oder jede andere Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

Das Polizeipräsidium Niederbayern warnt erneut vor der nach wie vor den aktuellen Betrugsmaschen (Enkeltrick, Falsche Polizeibeamte und Behördenmitarbeiter, Gewinnversprechen). Alleine bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern gingen seit Jahresbeginn fast 900 Mitteilungen besorgter Bürgerinnen und Bürger über derartige Anrufe ein. In den meisten Fällen scheiterten die Betrüger allerdings, da die Anrufer den Betrugsversuch noch rechtzeitig erkannt haben.

 

Seien Sie misstrauisch – Warnsignale am Telefon

  • Der Anrufer beginnt das Gespräch mit einer Art „Ratespiel“ („Rate mal, wer am Telefon ist“).
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.
  • Der Anrufer benötigt kurzfristig und schnell Hilfe in Form von Bargeld, kann dies aber nicht persönlich abholen.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Gespräch, sobald sich jemand nach Ihren finanziellen Verhältnissen erkundigt.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer „110“ an. Sollten Sie bei der Polizei zurückrufen, drücken Sie dabei nicht die „Rückruftaste“, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen. Wählen Sie die Nummer SELBST!
  • Lassen Sie sich nicht weiterverbinden. Bestehen Sie darauf, selbst bei Ihrer zuständigen Polizeiinspektion nachzufragen und wählen Sie die Ihnen bekannte Nummer, nachdem Sie einmal richtig aufgelegt haben.

 

So können Sie Ihre (Groß-) Eltern und Angehörigen schützen

  • Helfen Sie Ihren Angehörigen und Bekannten dabei, gegebenenfalls den Vornamen im Telefonbucheintrag abkürzen zu lassen oder entfernen Sie den Eintrag im Telefonbuch vollständig. Die Täter suchen im Telefonbuch nach Vornamen, die überwiegend der älteren Bevölkerungsgruppe zuzuordnen sind.
  • Bestärken Sie Ihre Angehörigen darin, einfach aufzulegen, wenn ein Anruf verdächtig erscheint. Anschließend sollte die Polizei über die Notrufnummer 110 verständigt werden.
  • Wirken Sie darauf hin, dass Ihre Angehörigen keine größeren Geldbeträge oder Wertgegenstände zu Hause aufbewahren.
  • Informieren Sie sich über die verschiedenen Betrugsformen (Enkeltrick, falsche Polizeibeamte, Gewinnversprechen usw.).

 

PP Niederbayern / MB

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