Ein 26-Jähriger, der sich laut Polizei in einem psychischen Ausnahmezustand befand, griff dort zwei Rettungssanitäter unvermittelt an. Ein 40-jähriger Sanitäter wurde durch einen Schlag ins Gesicht verletzt und war anschließend nicht mehr dienstfähig.
Zudem wehrte er sich den Angaben zufolge massiv gegen später eintreffende Polizeibeamte und beleidigte die Einsatzkräfte. Erst einer Notärztin gelang es, ihn zu beruhigen. Er kam in ein Krankenhaus und soll in eine Psychiatrie verlegt werden, wie die Polizei mitteilte. In beiden Fällen leitete die Polizei unter anderem Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Rettungskräfte ein.
Dem Bundeslagebild des Bundeskriminalamtes zufolge wurden im Jahr 2024 bundesweit 683 Fälle von Gewalttaten gegen Feuerwehrkräfte registriert, mit insgesamt 1.012 Betroffenen. Bei sonstigen Rettungskräften wurden 2.042 Fälle erfasst. Während die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant blieben, erreichte die Zahl der betroffenen Rettungskräfte mit 2.916 Opfern den höchsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2018.
dpa