Zwei größere Brände haben die Feuerwehren im Inspektionsbereich Roding am Samstag, 27. Juni 2026, stark gefordert. Aufgrund der hohen Außentemperaturen waren die Einsätze insbesondere für die Atemschutzgeräteträger eine enorme körperliche Belastung.
Der erste Alarm ging gegen 12.40 Uhr ein. In Willmannsried in der Gemeinde Falkenstein stand ein Holzschuppen in Vollbrand. Den Einsatzkräften gelang es jedoch schnell, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf ein angrenzendes Wohnhaus sowie ein benachbartes Getreidefeld zu verhindern. Dadurch konnten mehrere zunächst alarmierte Feuerwehren den Einsatz wieder abbrechen.
Nur wenige Stunden später, gegen 21.55 Uhr, wurden die Einsatzkräfte erneut alarmiert. In Unterprombach bei Roding war eine Lagerhalle unmittelbar neben einer Biogasanlage in Brand geraten. Eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule kündigte das Ausmaß des Feuers an.
Die oberste Priorität bestand darin, ein Übergreifen der Flammen auf die Biogasanlage zu verhindern. Das gelang den Feuerwehren trotz schwieriger Bedingungen. Das in der Halle gelagerte Gärgut musste anschließend ausgeräumt und aufwendig abgelöscht werden, wodurch sich der Einsatz über mehrere Stunden hinzog. Zur Unterstützung wurden zusätzliche Atemschutzgeräteträger sowie der Gerätewagen Atemschutz aus Furth im Wald angefordert. Mehrere Förderleitungen sorgten während der Löscharbeiten für die Wasserversorgung.
Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Insgesamt waren in Unterprombach rund 170 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW im Einsatz. Auch Kreisbrandrat Michael Stahl sowie Kreisbrandinspektor Marco Greil machten sich vor Ort ein Bild der Lage. Die Rodinger Bürgermeisterin und stellvertretende Landrätin Alexandra Riedl dankte den ehrenamtlichen Einsatzkräften persönlich für ihren Einsatz.
Kreisbrandinspektion Cham / TK