Mehrere Notrufe über eine angebliche Messerattacke hat am Sonntagabend in Roding einen Polizeieinsatz ausgelöst. Als die Einsatzkräfte das betroffene Wohnhaus gewaltsam öffneten, fanden sie jedoch weder Personen noch Hinweise auf eine Gewalttat.
Gegen 20 Uhr meldete eine unbekannte Anruferin, dass ihr Bruder ihre Schwester mit einem Messer attackiere und mit einer Schreckschusswaffe bewaffnet sei. Die Frau würde bereits blutend am Boden liegen und der Angreifer weiterhin auf sie einstechen. Die Anruferin selber habe sich in einem Zimmer verschanzt, schreibt die Polizei Roding. Mehrere Polizeistreifen rückten daraufhin zur Further Straße aus.
Da die Einsatzkräfte von einer akuten Gefahr ausgingen, schlugen sie eine Scheibe der Eingangstür ein. Bei der Durchsuchung des Hauses fanden sie jedoch niemanden.
Ermittlungen ergaben Hinweise darauf, dass die verwendete Mobilfunknummer manipuliert und missbräuchlich verwerndet worden sein könnte. Woher die Anrufe kamen, ist noch unklar.
An der Haustür entstand ein Schaden von rund 1.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen.
PI Roding/JM