Do., 04.04.2013 , 13:13 Uhr

Rettung ohne Grenzen in Deutschland und Tschechien

Deutschland und Tschechien verbessern die medizinische Versorgung der Menschen in der Grenzregion. Rettungskräfte können Notfallpatienten künftig im jeweils anderen Land behandeln.

Ein deutscher Urlauber bricht im böhmischen Kurort Karlsbad zusammen, ein Verkehrsunfall geschieht im Grenzgebiet – bei solchen Notfällen können deutsche und tschechische Rettungskräfte in Zukunft im jeweils anderen Land helfen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und sein tschechischer Kollege Leos Heger unterzeichneten am Donnerstag in Pilsen (Plzen) ein gemeinsames Rahmenabkommen. Damit wird der Einsatz von Fahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn unabhängig von nationalen Grenzen möglich.

«Künftig kann derjenige Rettungsdienst helfen, der dem Unfallort am nächsten ist», erläuterte Bahr. Verunglückte Menschen würden schnell und zuverlässig versorgt. Einzelheiten wie die Abrechnung müssen die Bundesländer Sachsen und Bayern noch mit den angrenzenden Regionen in Tschechien vereinbaren.

In der Rettungsleitstelle Nordoberpfalz in Weiden freut man sich über die neuen Möglichkeiten. «Es ist schon lange unser Wunsch, dass wir uns gegenseitig helfen können», sagte ihr Leiter Herbert Putzer vor einem am Nachmittag geplanten Besuch beider Gesundheitsminister. Putzers Mitarbeiter betreuen einen 100 Kilometer langen Grenzabschnitt zwischen Waldsassen und Schönsee. Ein Schwerpunkt ist die Autobahn A6 (E50) von Nürnberg nach Prag.

Um die Sprachbarriere zu überwinden, hat Putzer mit den Kollegen der Leitstelle in Pilsen ein zweisprachiges Formblatt entwickelt. «Da steht Rettungswagen und Krankenwagen auf Tschechisch und auf Deutsch geschrieben und dann wird nur angekreuzt», erläuterte der Brandoberinspektor. Mit Patienten könne das Rettungspersonal in der Regel englisch sprechen. «Die Sprache Tschechisch ist sehr schwierig», hat Putzer bei einem Kurs festgestellt.

Bayerns Europaministerin Emilia Müller (CSU) erklärte, das Rettungsdienstabkommen lasse die Menschen in Bayern und Tschechien noch enger zusammenwachsen. «Das ist Europa, wie wir es uns wünschen.»

dpa

daniel bahr deutschland news notarzt rettungskräfte tschechien tva

Das könnte Dich auch interessieren

28.03.2026 Neutraubling: Gleich zweimal zugelangt – Supermarkt erwischt Diebe auf frischer Tat Sowohl am Vormittag als auch am späten Nachmittag beobachteten Mitarbeiter jeweils einen Diebstahl. In beiden Fällen wurde die Polizeiinspektion Neutraubling verständigt. Gegen die Tatverdächtigen wurden Strafverfahren eingeleitet. Diebstahl am Vormittag Gegen 11:45 Uhr entwendete eine 47-jährige Frau aus dem Landkreis Regensburg mehrere Textil- und Schreibwaren. Der Wert der Waren lag im unteren zweistelligen Bereich. Der 28.03.2026 Kelheim: Unbekannte stehlen vier Bootsmotoren im Wert von 100.000 Euro Im Landkreis Kelheim haben Unbekannte im Ortsteil Kapfelberg einen besonders schweren Diebstahl begangen. 27.03.2026 Berlin: Steinmeier unterschreibt Gesetz zum Spritpreispaket Nur wenige Stunden nach der Zustimmung des Bundesrats zum Maßnahmenpaket gegen hohe Spritpreise hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das entsprechende Gesetz ausgefertigt. Mit seiner Unterschrift kann das Gesetz in Kraft treten, sobald es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht ist. Das Maßnahmenpaket war erst am Donnerstag von Bundestag und am Freitagvormittag vom Bundesrat beschlossen worden. Damit treten die schärferen 27.03.2026 Pentling: 31-Jähriger durchschaut perfide Gewinnmasche und rettet 84-Jährige Aufmerksamer Mann verhindert Betrug in Pentling Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, 26. März, in einem Verbrauchermarkt. Dank seines schnellen Eingreifens konnte ein finanzieller Schaden verhindert werden. Betrugsversuch mit Geldkarten im Wert von 1.000 Euro Die Seniorin wollte Geldkarten im Wert von 1.000 Euro kaufen. Ein hinter ihr an der Kasse stehender 31-jähriger Mann wurde