Do., 08.09.2016 , 08:53 Uhr

Rekordzahl von Angeboten beim Tag des offenen Denkmals

Mehr als 8000 Denkmäler in ganz Deutschland werden an diesem Sonntag wieder für Besucher geöffnet. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird damit bei dem jährlichen Tag des offenen Denkmals ein neuer Rekord von Angeboten erreicht. 2015 waren 7700 Denkmäler in rund 2500 Gemeinden zu sehen. Die zentrale Veranstaltung zum Denkmaltag findet in diesem Jahr in Augsburg statt. Zur Eröffnung wird auch Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) erwartet.

Bundesweit stehen mehrere hunderttausend Bauten von der Römerzeit bis zur späten Moderne unter Denkmalschutz. Nach Angaben der Organisatoren verzeichnet der Denkmaltag jährlich bis zu vier Millionen Besucher.

Neben historischen Gebäuden werden auch viele Parks und archäologische Stätten zugänglich sein. Mit dem diesjährigen Motto «Gemeinsam Denkmale erhalten» will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz aus Bonn klar machen, wie viele Engagierte nötig seien, um das bauhistorische Erbe vor dem Verfall zu bewahren. Die Rolle von privaten Besitzern, Vereinen, Stiftungen und Spendern soll damit gewürdigt werden. In der Vergangenheit hatte sich der Denkmaltag manchmal auf bestimmte Themen wie Industriegebäude oder Werke aus einer Epoche konzentriert. In diesem Jahr ist das Angebot breitgefächert.

So öffnet in Hamburg die Hapag-Lloyd AG ihr 1903 gebautes Verwaltungsgebäude, in Potsdam-Babelsberg wird ein rekonstruierter historischer Backofen präsentiert, und in Frankfurt am Main kann eine Anfang des vergangenen Jahrhunderts erbaute Villa besichtigt werden, die später das Kaiser-Wilhelm-Institut für Biophysik war und heute ein Hotel ist.

Als bundesweiter Gastgeber hat Augsburg mit knapp 60 Angeboten besonders viel zu bieten. Pünktlich zum Denkmaltag wurde auch die Sanierung des Rathauses abgeschlossen, seit wenigen Tag ist die Hauptfassade frisch gestrichen und wieder ohne Gerüst zu sehen. Das Rathaus gilt als eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke nördlich der Alpen.

Mit ihrer historischen Wasserwirtschaft bewirbt sich die schwäbische Stadt auch um die Aufnahme ins Weltkulturerbe. Die Kultusministerkonferenz hat beschlossen, der Unesco im Jahr 2018 das Projekt «Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg» zur Abstimmung vorzulegen. Zuletzt war die bundesweite Eröffnungsveranstaltung des Denkmaltages 2007 in Bayern, damals in Regensburg.

 

dpa

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