Das Roboter-Unternehmen Innok Robotics aus Regenstauf im Landkreis Regensburg steht vor einem wichtigen Schritt: Die Firma soll künftig unter dem Namen Innok Robotics Group AG an der Börse vertreten sein. Die Aktionäre der bereits börsennotierten Yggdrasil SPAC 1 AG haben am 21. Oktober 2026 den notwendigen Beschlüssen zugestimmt. Das Unternehmen will dadurch zusätzliches Kapital für sein weiteres Wachstum gewinnen.
Statt einen klassischen Börsengang von Grund auf zu organisieren, nutzt das Robotikunternehmen eine Aktiengesellschaft, deren Aktien bereits an der Börse gehandelt werden. Solche Gesellschaften werden als Börsenmäntel bezeichnet.
Vereinfacht gesagt zieht Innok Robotics in eine bereits vorhandene Börsenhülle ein. Die Gesellschaft wird entsprechend umbenannt und übernimmt das operative Geschäft des Robotikherstellers. Dessen bisherige Eigentümer erhalten im Gegenzug Aktien.
Diese Methode wird als indirekter Börsengang oder Reverse Merger bezeichnet. Sie kann schneller und kostengünstiger sein als ein herkömmlicher Börsengang. Für das Unternehmen eröffnet sich damit der Zugang zum Aktienmarkt, ohne das klassische Börsengangsverfahren vollständig durchlaufen zu müssen.
Für den geplanten Börsengang wird die Innok Robotics GmbH in die bereits an der Börse Düsseldorf gelistete Yggdrasil SPAC 1 AG eingebracht. Diese soll anschließend in Innok Robotics Group AG umbenannt werden. Auch der offizielle Firmensitz wird von Augsburg nach Regenstauf verlegt.
Die notwendigen Eintragungen ins Handelsregister sollen voraussichtlich bis Ende November 2026 abgeschlossen sein. Für Kunden, Partner und Mitarbeiter ändert sich im Tagesgeschäft nichts. Die bisherige Innok Robotics GmbH bleibt bestehen und wird eine vollständige Tochtergesellschaft der neuen Aktiengesellschaft.
Innok Robotics wurde 2012 gegründet und entwickelt selbstfahrende Roboter, die sich mithilfe künstlicher Intelligenz auch in schwierigen und unübersichtlichen Umgebungen bewegen können. Die Technik ist unter anderem für den Einsatz im Freien und auf bestehenden Industrieflächen ausgelegt.
Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Nach eigenen Angaben haben sich die Umsätze seit 2021 verzehnfacht. Zudem arbeitet Innok Robotics mittlerweile mit mehr als 35 Vertriebs- und Technologiepartnern in über 15 Ländern zusammen.
Mit dem Zugang zur Börse will Innok Robotics seine internationale Expansion weiter vorantreiben. Das Unternehmen hat sich dabei ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Spätestens 2030 soll der Jahresumsatz bei 100 Millionen Euro liegen.
Auch die Unternehmensführung wurde neu aufgestellt. Der Gründer und bisherige Geschäftsführer Alwin Heerklotz wurde zum Vorstandsvorsitzenden der künftigen Innok Robotics Group AG ernannt. Den Vorsitz des Aufsichtsrats übernimmt Peter Mauritz.
Durch den Börsengang erhofft sich Innok Robotics zusätzliche Möglichkeiten, um seine Entwicklung und das internationale Geschäft zu finanzieren.
In den kommenden Wochen will das Unternehmen seine Wachstumspläne auch auf mehreren Finanzkonferenzen vorstellen. Dazu gehören die Münchner Kapitalmarkt Konferenz im November und das Deutsche Eigenkapitalforum in Frankfurt am Main.
Pressemitteilung Innok Robotics GmbH / MF