Fr., 06.02.2026 , 13:29 Uhr

Regenstauf: Auftakt für Projekt „Ganz große Küche! Regional.Bio.Regensburg.“

Mit einer Auftaktveranstaltung in den Eckert-Schulen in Regenstauf startete am 5. Februar 2026 das Bundesprojekt „Ganz große Küche! Regional.Bio.Regensburg.“. Rund 100 Teilnehmende aus Bereichen wie Landwirtschaft, Gastronomie und Logistik informierten sich über das gemeinsame Vorhaben von Stadt und Landkreis Regensburg, das auf den Ausbau regionaler und bioregionaler Wertschöpfungsketten abzielt – insbesondere im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung.

Regionale Produkte stärker in Kantinen und Küchen verankern

Das zentrale Ziel des Projekts ist es, regionale und bioregionale Lebensmittel vermehrt in der Gemeinschaftsverpflegung – etwa in Schulen, Kliniken oder Betriebskantinen – einzusetzen. Damit soll nicht nur der Klimaschutz gestärkt, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität regionaler Betriebe erhöht werden.

Landrätin Tanja Schweiger hob die Bedeutung stabiler regionaler Lieferketten hervor und betonte die Vorteile für Verbraucherinnen und Verbraucher durch mehr Transparenz und Nachhaltigkeit. Auch Regensburgs Bürgermeister Ludwig Artinger verwies auf den bereits 2021 eingeschlagenen Weg der Stadt in Richtung mehr bioregionaler Versorgung.

Erfolgreiche Produktentwicklung: Bio-Pommes aus Regensburg

Ein erstes sichtbares Ergebnis der Zusammenarbeit ist die Entwicklung der „Regensburger Bio-Pommes“ – ein vollständig zertifiziertes Produkt mit gesichertem Absatz. Weitere regionale Produkte, etwa im Bereich Kartoffelverarbeitung sowie Bio-Brühen und -Soßen, befinden sich aktuell in der Umsetzung.

Wichtiges Instrument dabei ist die produktspezifische Wertschöpfungsketten-Spezialberatung, bei der Betriebe gezielt bei der Produktentwicklung und Markteinführung unterstützt werden.

Nachhaltigkeit und digitale Vernetzung im Fokus

Ein weiterer Baustein des Projekts ist die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. In Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung kommen dazu Foodscanner zum Einsatz, die Abfallmengen analysieren und Einsparpotenziale aufzeigen. Parallel entsteht eine digitale B2B-Plattform, um regionale Anbieter und Abnehmer besser zu vernetzen und für mehr Transparenz in Lieferketten zu sorgen.

Intensive Betreuung von zwölf Einrichtungen in Stadt und Landkreis

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von zwölf Einrichtungen aus Stadt und Landkreis Regensburg – von Schulmensen bis zu Betriebskantinen. Diese nehmen an Workshops, Exkursionen und individuellen Coachings teil und profitieren von gezielten Kommunikationsmaßnahmen. Die Kosten der Bio-Zertifizierung der Küchen werden im Projekt übernommen. Unterstützt werden die Maßnahmen durch das AELF Regensburg-Schwandorf im Rahmen des BioRegio-Coachings.

Vernetzung und Diskussion beim Projektauftakt in Regenstauf

Neben der Projektvorstellung fand ein Podiumsgespräch mit regionalen Akteuren statt, bei dem über Chancen und Herausforderungen regionaler Lebensmittelketten diskutiert wurde. Das anschließende Projektforum bot Gelegenheit zur Vernetzung und zum Anstoßen neuer Kooperationen.

Das Projekt „Ganz große Küche! Regional.Bio.Regensburg.“ wird im Rahmen des Modellregionenwettbewerbs vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zu 100 Prozent gefördert und von Landkreis und Stadt Regensburg gemeinsam umgesetzt.

Landratsamt Regensburg / TR

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