Mo., 14.09.2026 , 11:42 Uhr

Regenstauf: 61-Jähriger verliert mehrere zehntausend Euro bei Anlagebetrug

Ein 61-Jähriger aus Regenstauf ist Opfer eines Anlagebetrugs geworden.

Zwischen September 2025 und April 2026 überwies der Mann insgesamt mehrere zehntausend Euro an bislang unbekannte Täter. Zuvor waren ihm auf einer vermeintlichen Trading-Plattform hohe Gewinne angezeigt worden.

Werbeanzeige führt zu vermeintlicher Geldanlage

Der 61-Jährige erhielt im September 2025 per E-Mail eine Werbeanzeige für eine vermeintliche Geldanlage. Zunächst zahlte der Mann nur wenige hundert Euro ein. Auf einer Internetplattform wurde ihm anschließend angezeigt, dass der Wert seines angeblich angelegten Geldes kontinuierlich steige.

Später teilten ihm die unbekannten Täter mit, dass sich auf seinem Konto inzwischen mehrere tausend Euro befinden würden. Um dieses vermeintliche Guthaben ausgezahlt zu bekommen, sollte der Mann allerdings zunächst zehn Prozent der Auszahlungssumme überweisen.

61-Jähriger überweist mehrere zehntausend Euro

Der Mann erhielt daraufhin Zugang zu einem persönlichen sogenannten Wallet, also einer digitalen Geldbörse. Darüber nahm er mehrere Teilzahlungen auf ein ausländisches Konto vor. Insgesamt überwies der 61-Jährige mehrere zehntausend Euro.

Während des Tatzeitraums stand der Mann mit drei verschiedenen Personen in Kontakt. Die Kommunikation lief über mehrere Messengerdienste.

Erst vor Kurzem erkannte der 61-Jährige, dass er auf einen Betrug hereingefallen war, und erstattete Anzeige. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Regensburg.

So funktioniert die Masche beim Anlagebetrug

Beim Anlagebetrug werben Täter häufig im Internet oder in sozialen Netzwerken mit vermeintlich lukrativen Geldanlagen und hohen Gewinnversprechen. Auf den Plattformen werden angebliche Wertsteigerungen angezeigt, die die Opfer zu weiteren Zahlungen bewegen sollen.

Dass das investierte Geld verloren ist, fällt häufig erst auf, wenn eine Auszahlung verweigert wird oder der Kontakt zu den vermeintlichen Anlageberatern abbricht.

Polizei warnt vor verlockenden Angeboten

Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht bei Angeboten, die „schnelles Geld“ versprechen. Solche Betrugsangebote können über vermeintlich seriöse Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken auf betrügerische Internetseiten führen.

Auch bei intensivem Kontakt über Telefon oder Messengerdienste sollten Anleger misstrauisch werden und sich nicht unter Druck setzen lassen. Vor einer Geldanlage sollten Anbieter und Plattformen überprüft und mögliche Warnmeldungen, etwa der Bafin, beachtet werden.

Sensible Daten wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder Depot sollten nicht weitergegeben werden. Auch der Zugriff auf Computer oder Handy über Fernwartungssoftware sollte nicht erlaubt werden.

Besondere Vorsicht gilt bei Kryptowährungen und digitalen Wallets: Wird Geld beispielsweise in Bitcoin getauscht und anschließend an fremde Wallets übertragen, kann die Transaktion nicht einfach rückgängig gemacht werden.

 

PP Oberpfalz / TK

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