Fr., 17.07.2026 , 10:33 Uhr

Regensburger Schlossfestspiele: Peter Maffay mit klarem Appell gegen radikale Positionen

Rockstar Peter Maffay positioniert sich bei den Schlossfestspielen in Regensburg im Beisein von Hausherrin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis: für Frieden, Demokratie und das Grundgesetz.

Rockstar Peter Maffay (76) hat sich bei seinem Auftritt bei den Regensburger Schlossfestspielen für ein friedliches Miteinander ohne Hass und gegen radikale Positionen ausgesprochen. Ihm gegenüber in der ersten Reihe saß Hausherrin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis (66), die im vergangenen Jahr die AfD-Parteivorsitzende Alice Weidel zu den Festspielen eingeladen hatte.

Er wolle eine Klarstellung zu dem Konzert abgeben, sagte der Musiker. «Und zwar an diesem Ort. Er ist so schön, er ist auch belastet durch einige Äußerungen und Positionierungen, Haltungen, die wir nicht teilen.»

Kräftiger Applaus

«Wir respektieren die demokratischen Spielregeln. Wir respektieren unser Grundgesetz, vor allem den Artikel 1, in dem es heißt: Die Würde des Menschen ist unantastbar.» Das gelte ungeachtet seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder seiner Religionszugehörigkeit, so Maffay, der bekannt ist für sein Engagement für Toleranz und Frieden, unter dem Applaus des Publikums.

«Radikale, rassistische, menschenverachtende Positionen lehnen wir ab. Egal, woher sie kommen, von rechts, von links oder aus der Mitte. Die einzige radikale Position, die wir akzeptieren, ist der Versuch, auf gleicher Augenhöhe und mit Respekt friedlich und ohne Hass miteinander umzugehen.» Dann schloss er sein Statement mit den Worten: «Das war’s! Und jetzt wünsche ich uns allen viel Spaß – hoffentlich auf einem gemeinsamen Nenner.»

 

Kritik an Gloria von Thurn und Taxis

Mehrfach hatte es in der Vergangenheit Proteste bei den Festspielen gegeben. Kritiker warfen der Hausherrin unter anderem Nähe zu Rechtsextremen vor. Die Unternehmerin weist dies in Interviews von sich.

Proteste gab es auch 2025, als von Thurn und Taxis AfD-Chefin Weidel zu einem Konzert der Sängerin Vicky Leandros bei dem Musikfestival eingeladen hatte. Leandros sagte damals Medienberichten zufolge, dass die AfD-Politikerin bei ihrem Konzert «nicht willkommen» sei. Von Thurn und Taxis teilte damals mit, sie kenne die AfD-Chefin persönlich, die Einladung sei privat gewesen.

Die Veranstaltungsreihe im Hof von Schloss St. Emmeram – dem Sitz der Familie von Thurn und Taxis – dauert bis zum 19. Juli.

Peter Maffay beendete mit dem Auftritt in Regensburg seine «Love Places»-Sommer-Open-Air-Reihe. Im kommenden Jahr geht er zusammen mit dem Musiker Johannes Oerding auf Tournee.

 

dpa

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