Sa., 13.07.2019 , 13:44 Uhr

Regensburger Grüne nominieren Stefan Christoph für OB-Posten

Jetzt haben auch die Regensburger Grünen ihren Oberbürgermeister-Kandidaten festgelegt: Es wird der Stadtvorsitzende Stefan Christoph.

Bei ihrer Aufstellungsversammlung am Freitag, 12. Juli, wählten die Regensburger Grünen Stefan Christoph mit 79 % der Stimmen zum Oberbürgermeisterkandidaten ihrer Partei. Für die Wahlen im kommenden Frühjahr geben sie sich siegessicher. Im Anschluss behandelte die Partei den Entwurf für ihr Wahlprogramm, an dem sie seit einem Jahr arbeiten.

„Ich will im März Oberbürgermeister von Regensburg werden“

So der Stadtvorsitzende und frisch gebackene OB-Kandidat der Regensburger Grünen, Stefan Christoph. Thematisch beginnt der 31-jährige Politikwissenschaftler seine Vorstellungsrede mit den Themen Wohnen und Verkehr: „Wir wollen eine grüne Wohngarantie! Dafür werden wir eine Mietpreisbremse für städtische Wohnungen einführen.“ Daneben wollen die Grünen aber auch eine Mobilitätsgarantie geben: „Jeder soll in unserer Stadt schnell, umweltfreundlich und bezahlbar vorwärts kommen. Deswegen wollen wir die Verkehrswende mit vollem Elan in Angriff nehmen. Auch, um dem drohenden Verkehrskollaps vorzubeugen.“ Zentral ist für die Grünen natürlich auch die Umwelt. Wenn Stefan Christoph Oberbürgermeister wird, möchte er Regensburg bis 2030 klimaneutral machen und in den kommenden sechs Jahren mindestens 1.000 neue Hausbegrünungen schaffen. Als Fraktionsvorsitzendem der Grünen im Oberpfälzer Bezirkstag und langjährigem Gewerkschaftsmitglied sind Christoph vor allem aber auch soziale Themen wichtig: „Regensburg gehört allen. Auch Menschen, die in Armut leben, Familien und Menschen mit Behinderungen. Sie alle sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“ Unter anderem mit einer Ausweitung des Stadtpasses, mit mehr Betreuungsangeboten für Kinder und mit dem Ausbau barrierefreier Lösungen wollen die Grünen das erreichen.

 

Theresa Eberlein, Stadtvorsitzende der Regensburger Grünen:

„Wir haben mit Stefan Christoph einen OB-Kandidaten, der jung und gleichzeitig politisch erfahren ist. Er steht voll hinter unserem Wahlprogramm und wird dieses glaubwürdig vertreten.“ An dem Programm arbeite man bereits seit vergangenem Sommer, so Eberlein. In Arbeitsgruppen hatten alle Mitglieder die Möglichkeit, an den Texten der unterschiedlichen Kapitel zu arbeiten. Und noch bis September können Änderungsanträge eingereicht werden. Das sei ein einzigartiger, basisdemokratischer Prozess, so Eberlein: „Vor allem aber können sich die Inhalte sehen lassen. Wir setzen mutig neue Schwerpunkte und Ziele: Neben Wohnen, Verkehr und Umwelt setzen wir beispielsweise auf eine stärkere Beteiligung der Bürger*innen – gerade bei Großprojekten.“

In der Sozialpolitik lägen die Schwerpunkte neben den schon genannten Themen vor allem bei der Gleichstellung, Inklusion, Asylpolitik und einem selbstbestimmten Leben im Alter. Eberlein stellt zudem das feministische Profil der Partei heraus: „Wenn wir die Zukunft gestalten wollen, müssen wir allen Menschen mit ihren Lebensrealitäten eine Stimme geben. Im Regensburger Stadtrat ist die Parität noch lange nicht erreicht. Zahnlose Lippenbekenntnisse vieler Parteien helfen hier nicht weiter. Wir brauchen endlich eine konsequente Frauen*förderung. Sei es, um Frauen* in Führungspositionen zu stärken oder typische ‚Frauenberufe‘ aufzuwerten und anständig zu bezahlen. Hier muss die Stadt als Vorbild vorangehen. Einen weiteren wichtigen Baustein stellt für uns das Gender Budgeting dar.“ Hierbei handle es sich um einen geschlechtergerechten Haushaltsplan, bei welchem nachvollziehbar wird, wem welche Förderung zugute kommt, erklärt Eberlein. Mit dem Entwurf für das Wahlprogramm, der am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wolle man ein Angebot für alle Regensburger*innen machen.

Den bisherigen, vorläufigen Programmentwurf finden Sie unter https://kwp-regensburg.antragsgruen.de/

Das könnte Dich auch interessieren

22.10.2026 Regensburg / Wiesent: Duo nach Fund von Sprengstoff auf A3 verurteilt Nach dem Sprengstofffund auf der A3 bei Wiesent im Januar sind ein Mann und eine Frau wegen Vorbereitung einer Geldautomatensprengung verurteilt worden. Das Amtsgericht Regensburg verurteilte die Fahrerin zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung, den Mittäter zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.   Urteil vom 22.10.2026 Regensburg: Betrunkener randaliert nach Rauswurf aus Spielhalle 17 Meter lange Schmiererei Gegen 1 Uhr wurde der Mann aus einer Spielhalle in der Von-Seeckt-Straße verwiesen, nachdem er dort randaliert hatte. Anschließend besprühte er die Wand eines nahegelegenen Drogeriemarktes auf rund 17 Metern Länge mit Wörtern und Symbolen. Polizei sucht weitere Geschädigte Danach entfernte sich der Mann mit einem Einkaufswagen. Zeugen hörten laute Geräusche, 22.10.2026 Regensburg: Zwei Fußgänger von Auto erfasst – ein Schwerverletzter Zusammenstoß nahe der Berufsschule Die beiden 18-Jährigen überquerten die Straße im Bereich der Bushaltestelle bei der Berufsschule, als sich ein Audi näherte. Ein junger Mann wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der zweite wurde leicht am Fuß gestreift. Straße drei Stunden gesperrt Am Audi entstand erheblicher Sachschaden. Zur Klärung der 22.10.2026 Regensburg: Brand in Asylunterkunft – Feuerwehr evakuiert Wohnheim Zwei Brände kurz hintereinander Zunächst löschte der Sicherheitsdienst einen brennenden Duschvorhang mit einem Feuerlöscher. Kurz darauf brannte ein Mülleimer in einer Küche im Erdgeschoss. Das Feuer beschädigte auch Wände und Einrichtungsgegenstände. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen und musste mit Hilfe von Polizei und Sicherheitsdienst die Unterkunft evakuieren. Polizei ermittelt wegen Brandlegung Der