Do., 20.10.2022 , 17:07 Uhr

Regensburger Domspatzen starten am Freitag Deutschlandtournee

Mit 56 Sängern starten die Regensburger Domspatzen am Freitag, 21. Oktober in ihre zehntägige Konzerttournee durch Deutschland. Im Tourplan der Regensburger Domspatzen stehen acht verschiedene Orte. Das Auftaktkonzert gibt der weltberühmte Knabenchor in Chemnitz, das Finale wird in Nürnberg sein. Auch in der renommierten Stuttgarter Reihe „Stunde der Kirchenmusik“ sind die Domspatzen zu Gast.   

56 Domspatzen brechen am Wochenende mit Betreuerstab und Domkapellmeister zur traditionellen Herbstkonzertreise auf. Zehn Tage lang tourt der wohl älteste Knabenchor der Welt in acht deutsche Städte. Konzerte in Chemnitz, Erfurt, Kloster Marienfeld, Mühlhausen/Thüringen, Bielefeld, Würzburg, Stuttgart, Illertissen und Nürnberg stehen auf dem Plan.

„Wir sind froh und dankbar, dass wir an so vielen wunderbaren Orten singen und den Menschen mit unserer Musik eine Freude machen dürfen“,

sagt Domkapellmeister Christian Heiß, Chef der Domspatzen. Der Chor präsentiert auf seiner Tournee sein neues A-Cappella-Programm „Vater unser“. Es feierte kürzlich erst seine umjubelte Premiere in der Hamburger Elbphilharmonie.  Neben Meisterstücken der geistlichen Chormusik tauchen immer wieder verschiedene Vertonungen des Gebets der Gebete auf.

In dem Bewusstsein, dass viele Komponisten durch ihre geniale Musikalität Kunstwerke geschaffen haben, lässt der Knabenchor die Kompositionen quer durch die Epochen erklingen, von Meistern der Renaissance bis hin zu modernen Arrangements. Die Domspatzen stimmen damit ein in den Lobpreis Gottes und die Bitte um Erlösung. Entstehung, Wandel und Beständigkeit – sowohl der Chor als auch das von ihm besungene „Vaterunser“ haben über Jahrhunderte und Konfessionen hinweg nichts an ihrer Aktualität eingebüßt.

„Durch die Sprache der Musik erreichen wir die Menschen auf einem ganz anderen Weg. Musik verbindet und kennt keine Grenzen“,

sagt Christian Heiß. Den Auftakt der Tournee bildet das Konzert in der St. Markus-Kirche in Chemnitz. Von da geht’s ins Kloster Marienfeld, wo die Domspatzen anlässlich des 800-jährigen Weihejubiläums der Abteikirche eingeladen wurden. Über Bielefeld, Mühlhausen und Erfurt geht es dann wieder in südliche Gefilde. In Würzburg wartet auf die Regensburger die Begegnung mit den Würzburger Domsingknaben, ehe es dann in die Stiftkirche nach Stuttgart geht. Dort singen die Domspatzen in der renommierten Reihe „Stunde der Kirchenmusik“.

Nach einem Abstecher nach Bayerisch-Schwaben, nach Illertissen, geht es langsam wieder Richtung Heimat. In Nürnberg, in der Pfarrkirche Allerheilgen, gibt der Knabenchor sein letztes Konzert der Reise. Danach können sich die Sänger noch eine Woche zuhause erholen, bevor die Vorbereitung auf die Advents- und Weihnachtssaison beginnt.

 

Zusatz-Info: Die Regensburger Domspatzen


Die weltbekannten Regensburger Domspatzen sind der wahrscheinlich älteste Knabenchor überhaupt. Vor über 1000 Jahren, im Jahr 975, gründete Bischof Wolfgang eine eigene Domschule, die neben dem allgemeinbildenden Unterricht besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung legte. Die erste Aufgabe der Domspatzen ist die musikalische Gestaltung der Liturgie im Regensburger Dom. Zum Campus der Domspatzen gehören heute neben dem Chor- und Stimmbildungsbereich auch eine Grundschule, ein Gymnasium und ein Internat. Ganztagsbetreuung ist seit Jahrzehnten selbstverständlich.

Zur Schulausbildung gehört auch der kostenlose Unterricht in mindestens einem Instrument. Die Regensburger Domspatzen haben gerade erst von sich reden gemacht, als sie in diesem Jahr zum ersten Mal nach 1047 Jahren auch Mädchen aufgenommen und einen neuen Mädchenchor am Dom gegründet haben.

Weitere Infos aus der Welt der Domspatzen: www.domspatzen.de.

 

Regensburger Domspatz

 

 

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