Der Landschaftspflegeverband (LPV) Regensburg ist damit der einzige Verband im Freistaat, der über einen so langen Zeitraum mit einer Schule Naturschutz, regionale Wertschöpfung und Ausbildung eng verknüpft.
Die federführende Fachlehrkraft Gudrun Schmidbauer stellte gemeinsam mit Schülerinnen die Inhalte eines „Juradistl“-Jahres vor. Viele Lerninhalte werden fachübergreifend und praxisnah vermittelt.
In der schuleigenen Großküche verarbeiten die angehenden Assistentinnen für Ernährung und Versorgung regelmäßig regionale Juradistl-Produkte und bieten diese in der Mensa an. Unter dem Motto „Kochen mit regionalen Produkten – so gut kann Naturschutz schmecken“ verbinden sie nachhaltige Ernährung mit aktivem Artenschutz.
Zur Vorbereitung von Aktionswochen rund um Apfel, Lamm und Weiderind informieren sich die Schülerinnen und Schüler direkt bei Erzeugern und weiteren Juradistl-Partnern über die Herkunft der Produkte. Exkursionen zu Streuobstwiesen, Keltereien sowie zu Rinder- und Schafzüchtern gehören fest zum Jahresprogramm. Das Projekt wird damit seinem Anspruch gerecht, einen echten „Blick über den Tellerrand hinaus“ zu ermöglichen.
„Juradistl“ zählt zu den größten Biodiversitätsprojekten in Bayern. Getragen wird es von den vier Landschaftspflegeverbänden Amberg-Sulzbach, Neumarkt, Schwandorf und Regensburg. Ziel ist der Erhalt und die Vernetzung wertvoller Lebensräume über die Landkreisgrenzen hinweg.
Produkte wie Lamm- und Rindfleisch, Honig, Apfelsaft oder Schafwolle stehen dabei in direktem Zusammenhang mit der Landschaftspflege. Gleichzeitig sollen sie die Wertschätzung für die heimische Landschaft und deren Erzeugnisse in der Bevölkerung stärken.
PM Landratsamt Regensburg / TVA Onlineredaktion