Do., 22.10.2026 , 14:24 Uhr

Regensburg / Wiesent: Duo nach Fund von Sprengstoff auf A3 verurteilt

Polizisten entdecken nachts Sprengstoffpakete in einer Sporttasche auf der Autobahn 3 in Bayern. Eine Frau und ein Mann kommen deshalb vor Gericht. Mit welchen Strafen sie rechnen müssen.

Nach dem Sprengstofffund auf der A3 bei Wiesent im Januar sind ein Mann und eine Frau wegen Vorbereitung einer Geldautomatensprengung verurteilt worden. Das Amtsgericht Regensburg verurteilte die Fahrerin zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung, den Mittäter zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

Urteil vom Dienstag

Das Urteil erging am Dienstag. Das teilte ein Sprecher des Amtsgerichts Regensburg mit. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Nach Angaben des Sprechers ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Fahrerin des mit zwei Sprengstoffpaketen beladenen Wagens erhielt ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung. Der Mittäter wurde zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt.

 

Fund bei der Kontrolle auf der A3

Laut Anklage waren die beiden Ende Januar auf der A3 bei der Ausfahrt Wörth/Wiesent im Landkreis Regensburg vermutlich in Richtung Österreich unterwegs, um dort einen Geldautomaten zu sprengen. Am frühen Morgen entdeckte eine Streife der Verkehrspolizei Regensburg bei einer Kontrolle den Sprengstoff. Er wurde in einer Sporttasche transportiert.

 

Sperrung und Sprengung auf der Autobahn

Die Autobahn wurde stundenlang bis in den Berufsverkehr hinein gesperrt. Das Material wurde vor Ort kontrolliert gesprengt. Die beiden Insassen des Wagens wurden festgenommen. Bei den Ermittlungen ergab sich schnell der Verdacht, dass der Fund im Zusammenhang mit Automatensprenger-Banden stehen könnte.

 

Kein Schuldspruch beim Bandendiebstahl

Die Anklage enthielt auch die Verabredung zu einem schweren Bandendiebstahl. Dieses Vorwurfs wurden die beiden Angeklagten in Regensburg nicht schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Zu Prozessbeginn war die Staatsanwaltschaft noch von mindestens einem weiteren Mittäter ausgegangen. Er wurde zunächst nicht ermittelt.

dpa / MF

 

 

Unser Bericht aus dem Januar zum Fund auf der A3

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