Mi., 13.04.2022 , 09:56 Uhr

Regensburg: Westbad reduziert Wassertemperatur wegen Gas-Krise

Deutschland bereitet sich wegen des Krieges in der Ukraine auf eine schlechtere Gasversorgung aus Russland vor. Das trifft auch Schwimmbäder in Bayern. Das Westbad in Regensburg hat jetzt reagiert.

Der Krieg in der Ukraine und die Diskussion um russisches Gas lassen das Wasser in manchen bayerischen Schwimmbädern kälter werden. Wegen eines befürchteten Gaslieferstopps haben einige Bäder die Temperatur in den Becken gesenkt, um Energie zu sparen.

 

Das Westbad in Regensburg verringerte die Wassertemperatur im Wellenbecken auf 28 Grad und im Schwimmerbecken auf 26 Grad, wie ein Sprecher der Stadtwerke sagte. «Die Temperatur müsse aber noch so sein, dass sich die Menschen länger im Wasser aufhalten.» Familien hätten ein anderes Temperaturempfinden als Sportschwimmer.

 

 

Schwimmbäder wollen mit Solaranlagen unabhängiger werden

In den Bädern in Würzburg werden die Temperaturen um zwei Grad vermindert, wie eine Sprecherin der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH mitteilte. Zudem gebe es in den Duschen eines Bades nur kaltes Wasser. Würde es einen Stop der russischen Gaslieferungen geben, müssten die Schwimmbäder in Würzburg schließen, hieß es weiter.

Nicht überall ist es in den Becken schon merklich kälter: In München wird den Stadtwerken zufolge die Temperatur nicht abgesenkt. Sollte sich der Gas-Streit mit Russland verschärfen, werde über Maßnahmen nachgedacht. Generell wollen sich die Schwimmhallen mit Solaranlagen und Ökostrom unabhängiger von Gas machen.

 

Gasversorgung könnte schlechter werden

Die Bundesregierung bereitet sich wegen des Krieges in der Ukraine und russischer Drohungen auf eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung in Deutschland vor. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte Ende März die Frühwarnstufe als erste von drei Krisenstufen des sogenannten Notfallplans Gas in Kraft gesetzt und an alle Verbraucher appelliert, Gas zu sparen.

 

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) hatte erklärt, dass Bäder die Temperaturen senken, um Gas zu sparen und sich auf den kommenden Winter vorzubereiten. Schwimmbäder könnten auch zu weiteren Maßnahmen greifen und beispielsweise auf beheizte Außenbereiche oder auf weitere Attraktionen verzichten. Bei einem Stopp der Gaslieferungen aus Russland könnten die Schwimmbäder auch komplett schließen.

 

dpa/MB

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