Do., 25.06.2026 , 15:21 Uhr

Alarmplan Donau

Regensburg: Warnstufe für Donau wegen Hitze ausgerufen

Auf der Grundlage des „Alarmplan bayerische Donau Gewässerökologie“ wird von der Regierung der Oberpfalz die Warnstufe „WARNUNG“ für den Meldebereich 3, von Regensburg bis Passau ausgesprochen.

Grund für die Warnung ist die derzeit anhaltende warme und trockene Wetterlage, die auch die gewässerökologischen Verhältnisse in der Donau beeinflusst.

Die automatische Messstelle Pfelling bei Deggendorf weist seit dem 24.06.2026 in der Tagespitze (3 Stunden gleitendes Mittel) eine Wassertemperatur von über 26,5°C auf. Aufgrund der Wetterlage und den weiterhin prognostizierten Hitze-Tagen ist mit einem zusätzlichen Anstieg der Wassertemperaturen zu rechnen.

Außerdem können die bei hohen Wassertemperaturen verminderte Sauerstofflösbarkeit oder auch Wetteränderungen, beispielsweise durch die für den Anfang kommender Woche angekündigten Gewitter, die Sauerstoffverfügbarkeit im Gewässer reduzieren. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Sauerstoffgehalt in den frühen Morgenstunden unter 6 mg/l fällt.

Ziel der Warnung ist es, mit vorsorgenden Maßnahmen die Belastungen der Gewässerorganismen in der Donau so gering wie möglich zu halten.

Das bedeutet, dass die zuständigen Wasserwirtschaftsämter und Kreisverwaltungsbehörden Maßnahmen zur Verbesserung des Sauerstoff- und Temperaturregimes umsetzen sowie bestimmte Aktivitäten unterbinden, die zu einer weiteren Verschlechterung des Sauerstoffregimes durch erhöhte Sauerstoffzehrung oder zu einer Verschlechterung des Temperaturregimes durch erhöhte Wärmeeinleitung führen.

Hierzu gehören

u.a. fachliche Beratungen der Unternehmensträger und ggf. Aufforderung zur freiwilligen Umsetzung gewässerökologisch verbessernder Maßnahmen

ggf. Anordnungen zur Emissionsreduzierung

ggf. Ablehnung von Anträgen auf Maßnahmen, welche die gewässerökologische Situation verschlechtern können

Unterbunden werden sollen ggf. auch Aktivitäten, die zu einer weiteren Verschlechterung der Gewässerökologie führen können, wie Schlammräumungen und Baggerarbeiten in der Donau; Außerbetriebnahme von Abwasserreinigungsanlagen zu Sanierungszwecken; Einstellung der Phosphatfällung auf Kläranlagen zu Sanierungszwecken

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