Do., 17.10.2024 , 10:57 Uhr

Regensburg: Wann sollte der Rettungsdienst gerufen werden?

Der Rettungsdienst ist rund um die Uhr für Notfälle im Einsatz, doch nicht jeder gesundheitliche Vorfall erfordert einen Notruf. Die Johanniter klären darüber auf.

Um die Rettungskräfte zu entlasten und die vorhandenen Kapazitäten effizient zu nutzen, informieren die Johanniter darüber, wann der Rettungsdienst nicht notwendig ist und welche Alternativen zur Verfügung stehen

Immer wieder erleben wir, dass der Rettungsdienst für Fälle gerufen wird, die nicht dringlich sind, erklärt Korbinian Oswald, Leiter der Einsatzdienste bei den Johannitern in Ostbayern. Diese Einsätze blockieren wertvolle Ressourcen, die in echten Notfällen gebraucht werden.

Wann sollte der Rettungsdienst nicht gerufen werden?

In nicht lebensbedrohlichen Fällen stehen der ärztliche Bereitschaftsdienst (unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116 117) sowie die KVB-Bereitschaftspraxen zur Verfügung. Diese Anlaufstellen sind für Beschwerden da, die ärztliche Hilfe benötigen, aber keinen akuten Notfall darstellen. Dazu gehören:

Leichte Verletzungen oder Infekte

Schnittwunden, kleinere Verbrennungen oder Erkältungssymptome sind in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich und sollten von einem niedergelassenen Arzt oder in einer Bereitschaftspraxis behandelt werden.

Chronische Erkrankungen ohne akute Verschlechterung:

Menschen mit chronischen Leiden sollten ihre Hausärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst aufsuchen, anstatt den Rettungsdienst zu alarmieren.

Rückenschmerzen oder leichtere Beschwerden:

Rücken- oder Gelenkschmerzen, die keine sofortige Notversorgung erfordern, können ebenfalls durch einen Haus- oder Bereitschaftsarzt behandelt werden.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst als wichtige Alternative

Wenn kein akuter Notfall vorliegt, sollte stattdessen die 116 117 gewählt werden. Hier bekommen Betroffene medizinische Beratung und werden, wenn nötig, an eine Bereitschaftspraxis oder einen diensthabenden Arzt weitergeleitet, Oswald weiter. Das hilft uns, die Rettungsdienste für echte Notfälle freizuhalten.

Die KVB-Bereitschaftspraxen stehen abends, nachts und an Wochenenden zur Verfügung, um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten. Vor Ort können Patientinnen und Patienten ohne Termin akute Beschwerden abklären lassen, ohne den Notruf 112 in Anspruch zu nehmen.

Wann ist ein Notruf notwendig?

Trotz der Verfügbarkeit von Alternativen ist es wichtig zu wissen, wann ein Rettungsdienst zwingend erforderlich ist. Bei folgenden Symptomen sollte keinesfalls gezögert werden:

Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Doch für alle anderen medizinischen Fälle sind der ärztliche Bereitschaftsdienst und die KVB-Praxen bestens ausgerüstet, resümiert Oswald. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass jeder die richtige Hilfe zur richtigen Zeit erhält.

 

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Regionalverband Ostbayern / FC

Das könnte Dich auch interessieren

16.04.2026 Ostbayern: Bilanz nach Blitzmarathon 2026 Nach 24 Stunden intensiver Geschwindigkeitskontrollen ist der Blitzmarathon 2026 in der Oberpfalz am 16. April um 6 Uhr zu Ende gegangen. Nun hat die Polizei ihre Bilanz vorgestellt. Ziel der Aktion war es, auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und schwere Verkehrsunfälle langfristig zu reduzieren. Auch in der Oberpfalz: Geschwindigkeit bleibt Unfallursache 16.04.2026 Neue Verstärkung für die Polizei in der Oberpfalz Am Mittwoch begrüßte Polizeivizepräsident Robert Fuchs im Polizeipräsidium Oberpfalz die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Oberpfalz. 15.04.2026 Oberpfalz: Polizei setzt GPS-Köderfahrräder gegen Fahrraddiebe ein Das Polizeipräsidium Oberpfalz geht bei Fahrraddiebstählen neue Wege und setzt künftig auf Köderfahrräder mit GPS-Sendern. Damit sollen vor allem organisierte Diebesbanden schneller erkannt und überführt werden. 15.04.2026 Bund plant Entlastung für Geberländer – Bayern kritisiert ungerechten Finanzausgleich Der Bund greift hoch verschuldeten Kommunen unter die Arme. Doch nicht nur sie werden entlastet - sondern auch die reichsten Bundesländer. Zu denen gehört auch Bayern.