Mo., 08.07.2019 , 15:38 Uhr

Regensburg: waagnis unterstützt seit 10 Jahren Betroffene und Angehörige

In Regensburg bietet die Beratungsstelle waagnis zu Essstörungen seit 10 Jahren Informationen, Beratung, Gruppen und Kurse an für Menschen, die an einer Essstörung leiden. Aber auch für Angehörige, Mitbetroffene und Fachkräfte werden beraten. Die Mitarbeiterinnen haben sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu motivieren, sich möglichst früh ins Hilfesystem zu begeben und sich Beratung zu suchen. Dieser wichtige Schritt ist meist eine riesige Hürde, weil es immer noch ein Tabu ist, sich mit einer Essstörung zu zeigen.

Essstörungen beeinträchtigen das Leben massiv

Essstörungen gehören zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen unserer westlichen Gesellschaft. Sie beginnen meist schon im Kindheits- und Jugendalter und verlaufen sehr unterschiedlich. Eine Essstörung hat verschiedene „Gesichter“. Die bekanntesten sind die Magersucht, Bulimie oder die Binge Eating Störung (Esssucht mit Essanfällen), wobei Mischformen häufig sind und Übergänge zwischen den Krankheitsbildern fließend sein können. Die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Essen, der Figur, dem Gewicht, hat gravierenden Einfluss auf soziale Beziehungen, alltägliche Abläufe, Schule und Berufsleben. Der Suchtcharakter einer Essstörung spielt dabei eine entscheidende Rolle, weil Betroffene nicht aufhören können zu essen, zu erbrechen oder zu hungern. Somit berührt diese Erkrankung sehr viel mehr als das Thema Essen.

Film und Publikumsgespräch mit Regisseurin Shirley Hartlage

Einmal essgestört, immer essgestört! – Dass dieser Satz ein Vorurteil ist, beweist dieser bewegende Dokumentarfilm. In „Ich hab’s geschafft“ erzählen neun Menschen, wie sie ihre Essstörung überwunden haben, darunter auch Schauspieler Marek Harloff und die ehemalige Bürgerschaftspräsidentin Kersten Artus. Alle neun – acht Frauen und ein Mann – berichten in berührenden Porträts von ihrer ganz persönlichen Geschichte mit der Erkrankung. Offen und ehrlich sprechen sie darüber, warum sie krank geworden sind, wie sie ihre Essstörung bewältigt haben und wie es ihnen heute geht. Ihre Botschaft: „Bleib dran, hol dir Hilfe, es geht!“ Regisseurin Shirley Hartlage, die selbst seit vielen Jahren in einem Fachzentrum zu Essstörungen tätig ist, will mit ihrem Film anderen Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu suchen. Denn die Frage, ob sich Essstörungen überwinden lassen, ist eine der meistgefragten in Beratungsgesprächen.

Film von Shirley Hartlage – Produziert von Shoreless Pictures (Länge 65 Minuten)

 

Pressemitteilung waagnis Regensburg

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