Do., 25.01.2024 , 18:06 Uhr

Polizei schon vor Ort

Regensburg: Vereitelte Blockade der Letzten Generation

Die Letzte Generation wollte heute die Friedensstraße immer wieder blockieren, doch die Polizei hinderte sie daran.

Bericht der Letzten Generation:

 

Am Donnerstag, 25.01.2024, wurde die Friedensstraße kurz blockiert, um Teile der Regensburger Gesellschaft auf die Folgen der Klimakatastrophe hinzuweisen. Sieben Personen gingen in orangen Warnwesten auf die Fahrbahn und hielten Banner und Plakate hoch. „Weg von Fossil, hin zu gerecht“ war auf den Bannern zu lesen, „Klimaschutz ist kein Verbrechen“ stand auf den grau-roten Plakaten. Zwei Paar Augen blickten die vorbeikommenden Radfahrer und Fußgänger von den Plakaten aus intensiv an. Die Polizei war bereits am Ort der Versammlung und verhinderte das weitere Versammlungsgeschehen. Eigentlich sollte bei diesem Protest der Verkehr immer wieder kurz unterbrochen und dann wieder freigegeben werden. Da die Straße nicht mit Traktoren blockiert wurde, sondern mit gefährlichen Forderungen zum Erhalt unserer Lebensgrundlage, musste die Polizei sechs weitere Einsatzfahrzeuge anfordern. Immer wieder kamen währenddessen Personen ins Gespräch, um über die Kriminalisierung der Klimaproteste in Regensburg zu reden und sich über die notwendigen Maßnahmen gegen die ungebremste Erderhitzung auszutauschen.

 

„‘Weg von fossil’, und vor allem aber auch ‘Hin zu gerecht’" steht auf unseren Bannern. Gerecht ist es, wenn alle Menschen die besten Möglichkeiten für ihr Überleben bekommen. Deshalb müssen wir uns alle gemeinsam für eine gerechte Welt einsetzen“, sagt Linda, als sie gerade die Straße verlässt und mit einem Passanten ins Gespräch kommt. „Die AfD arbeitet dieser gerechten Welt entgegen.“ Die Letzte Generation unterstützt die Proteste gegen Rechts und wird sich am 03.02. in Berlin bei der großen Menschenkette beteiligen, da Klimaschutz und Antifaschismus nahe zusammenliegen und ohne einander nicht funktionieren werden. „Seit zwei Jahren halte ich Vorträge in Regensburg über die Klimakatastrophe und deren Folgen“, sagt Simon Lachner, der am Amtsgericht mit einer Haftstrafe für sein Engagement abgestraft wurde: „Das Erstarken rechter Parteien und die Ausweitung von rechten Narrativen ist von Anfang an Teil der Vorträge gewesen. In einer Klimakatastrophe ist es leider erwartbar, dass Rechte und Populisten mit Märchenerzählungen auf Stimmenfang gehen. Gegen das Eskalieren der Klimakatastrophe und gegen die AfD müssen sich alle Demokrat*innen in diesem Land zur Wehr setzen.“

 

„Die Extremwetter, die kommen - ja, ist ja bekannt und in Teilen schon zu sehen - und die damit verbundenen knappen Ernten, also da ist so ein paar Minuten Stau nichts dagegen.P sagt Andi, der sein Kind in den Armen hält und am Straßenrand steht. “Natürlich helfe ich hier so gut es geht mit. Und Anfang Februar fahre ich gemeinsam mit den anderen nach Berlin“. In Berlin war eine Massenbesetzung auf dem Ku’damm geplant. Diese wurde nun umgeplant zu einem Protestmarsch und der anschließenden Beteiligung an der Menschenkette gegen die AfD und rechtsextreme Narrative und Personen in Deutschland. Lina Johnsen, Sprecherin der Bewegung Letzte Generation, sagt “Nur durch wirkliche sozial gerechte Politik lässt sich die AfD und die Klimakatastrophe bekämpfen. Wann fangen wir an, mal wieder in die andere Richtung umzuverteilen. In jeder Krise haben bisher die Reichen gewonnen. Lasst uns diese Übergewinne nehmen und die notwendige Klimatransformation finanzieren.”

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