Di., 17.02.2026 , 12:23 Uhr

Regensburg: Verdi kündigt ÖPNV Warnstreiks in mehreren Städten an

Der ÖPNV in mehreren bayerischen Städten steht vor erheblichen Einschränkungen.

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag und Freitag ganztägige Warnstreiks angekündigt. Betroffen sind Augsburg am Donnerstag, Regensburg am Donnerstag und Freitag sowie Passau und Landshut am Freitag. In Bamberg läuft der Streik bereits seit Dienstagmorgen und dauert bis Mittwochnacht an.

Auch in den kommenden Wochen könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen.

Bamberg: Notfallfahrplan mit Einschränkungen

In Bamberg fährt während des Warnstreiks ein Notfallfahrplan. Ein privates Busunternehmen übernimmt einzelne Verbindungen. Die Buslinien 935 bis 938 fahren im Stundentakt vom Zentralen Omnibus Bahnhof (ZOB). Laut Stadtwerke läuft dieser Ersatzverkehr stabil.

Allerdings müssen Fahrgäste deutlich mehr Zeit einplanen. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die keine Alternative haben, um zur Arbeit oder zur Universität zu kommen.

Am Dienstagnachmittag kommt es zusätzlich zu Einschränkungen: Wegen des Faschingsumzugs ruht der Busverkehr zwischen 13.00 und 16.00 Uhr komplett. Am Mittwoch verkehren die Ersatzbusse dann von 6.00 bis 20.00 Uhr im Stundentakt.

Weitere Streiks angekündigt

Die aktuellen Warnstreiks könnten erst der Anfang sein. Der stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi in Bayern kündigt an: «Wir werden die Streiks ausweiten».

Weiter erklärt er: «Das war verhinderbar. Ein ernstzunehmendes Angebot heute hätte weitere Streiks abgewendet. Wenn es in den nächsten Wochen zu spürbaren Einschränkungen im ÖPNV kommt, dann geht das auf das Konto des KAV Bayern.»

Der KAV Bayern (Kommunaler Arbeitgeberverband) sitzt Verdi in den Tarifverhandlungen gegenüber. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen der Gewerkschaft zuletzt als «nicht erfüllbar» zurückgewiesen.

Forderungen von Verdi

Verdi fordert für rund 9.000 Beschäftigte in Bayern unter anderem rund 670 Euro mehr pro Monat sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Der KAV Bayern warnt hingegen vor steigenden Kosten für Städte und Gemeinden. Höhere Personalkosten könnten nach Angaben der Arbeitgeber zu steigenden Fahrpreisen und einem geringeren Verkehrsangebot führen.

Die Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen von Verdi in Bayern, Katharina Wagner, kritisiert die Haltung der Arbeitgeber deutlich: «Die Arbeitgeber verweisen weiter stur auf die klammen Kassen der Kommunen».

Zudem betont sie: «Das Versagen der Politik in puncto auskömmlicher Finanzierung des ÖPNV kann nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Die Arbeitgeber scheinen noch nicht zu begreifen, dass das Personal im ÖPNV am Limit ist.»

dpa/MF

Das könnte Dich auch interessieren

27.10.2026 Regensburg: 21-Jähriger schlägt Ladendetektiv mehrfach auf die Hände Am Samstag (24. Oktober) hat in Regensburg ein 21-Jähriger einem Sicherheitsmitarbeiter mehrfach auf die Hände geschlagen. 21.10.2026 Regensburg: Rekord im Westbad – 893 Schwimmer, 75.554 Bahnen, 3.777,7 Kilometer Beim 24-Stunden-Schwimmen im Westbad in Regensburg haben am vergangenen Wochenende 893 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen 3.777,7 Kilometer zurückgelegt. Das sind 75.554 Bahnen und ein neuer Rekord.   Neue Bestmarke beim Benefiz-Schwimmen Das 24-Stunden-Schwimmen im Westbad war laut Text ein Fest der Rekorde. „Mit insgesamt 75.554 Bahnen und einer Gesamtstrecke von 3.777,7 Kilometern stellten die 893 19.10.2026 Jubiläum: 40 Jahre Serienproduktion im BMW Group Werk Regensburg Das BMW Group Werk Regensburg feiert 40 Jahre Serienproduktion. Seit Beginn investierte die BMW Group mehr als sechs Milliarden Euro in den Standort. Rund 9.000 Arbeitsplätze entstanden. Derzeit ist Regensburg das volumenstärkste Automobilwerk der BMW Group in Europa. Seit 2023 flossen rund 400 Millionen Euro in Anlagen und Produktionsstrukturen für die NEUE KLASSE. Das Werk 19.10.2026 Vermisstenfall: Knochen von Kerstin Lee Langley wohl gefunden