Do., 18.04.2024 , 16:10 Uhr

Regensburg: ver.di zieht positive Bilanz des Warnstreiks bei der Deutschen Telekom

Über 230 Beschäftigte der Deutschen Telekom haben sich heute in der Oberpfalz an einem Warnstreik der Gewerkschaft ver.di beteiligt.

Die Gewerkschaft ver.di hat nach dem heutigen Warnstreik bei der Deutschen Telekom ein positives Fazit gezogen. In Regensburg und Weiden haben sich laut Gewerkschaft über 230 Beschäftigte des Telekommunikationsunternehmens an der Arbeitsniederlegung beteiligt. Grund für den Warnstreik war die erfolglos verlaufene zweite Verhandlungsrunde am Anfang dieser Woche. Deshalb haben in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen und Bayern Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. In der Oberpfalz waren die beiden Standorte Regensburg und Weiden betroffen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde für die bundesweit rund 70.000 Beschäftigten 12 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 400 Euro mehr pro Monat. Zwölf Monate soll die Laufzeit des Tarifvertrags sein. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der Dual-Studierenden soll monatlich um 185 Euro steigen.

Ende April sollen die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Deutscher Telekom fortgesetzt werden.

 

Hier die komplette Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di:

 

ver.di zieht Zwischenbilanz in der Tarifrunde Deutsche Telekom zum heutigen Aktionstag: erfolgreiche Warnstreiks am 18. April in Regensburg und Weiden

Nach der erfolglos verlaufenen 2. Verhandlungsrunde am Anfang dieser Woche hatte ver.di für Donnerstag, den 18. April 2024, in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen und in Bayern zu vollschichtigen Warnstreiks bei der Deutschen Telekom aufgerufen. Davon betroffen waren auch die Standorte in der Oberpfalz – Weiden und Regensburg.

„Wir freuen uns über die breite Streikbeteiligung der Beschäftigten. Ein eindrucksvolles Signal, welches den starken Rückhalt der Belegschaft zur Tarifforderung von ver.di deutlich macht“,

erklärt die zuständige Gewerkschaftssekretärin Eva Bößl von ver.di Oberpfalz.

„Die Stimmung in den Betrieben der Oberpfalz ist ausgesprochen gut, über 230 Beschäftigte haben sich am heutigen Aktionstag in der Oberpfalz beteiligt“

freut sich Immanuel Sammer (ehrenamtlicher Streikleiter von ver.di in der Oberpfalz).

Die berechtigten Forderungen unterstützten auch die Grußredner in der Streikversammlung im Weidener Postkeller, Manfred Haberzeth und Alexander Gröbner.

„Wir Senior*innen sprechen euch Mut zu. Gutes Geld für gute Arbeit ist euer klares Recht. Und gute Einkommen von heute sind auskömmliche Renten von morgen“,

unterstrich Haberzeth als ehrenamtlicher Vorsitzender der ver.di-Senior*innen in der Oberpfalz mit dem Motto „Solidarität geht nicht in Rente“ unter großem Beifall der Streikversammelten.

Alexander Gröbner (Geschäftsführer von ver.di Oberpfalz) dankte den ehrenamtlichen Kolleginnen in den Betrieben und seinem hauptamtlichen Team um Eva Bößl für die Vorbereitung des heutigen Warnstreiktages:

„Nur gemeinsam sind wir stark und können erfolgreich Tarifarbeit gestalten. Wir fordern die Arbeitgeber auf, in der nächsten Verhandlungsrunde Ende April ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, sonst kommen wir wieder!“ so Gröbner entschieden.

Hintergrundinformationen

ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde für bundesweit rund 70.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung von 12 Prozent, mindestens aber um 400 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 185 Euro erhöht werden.

Am 15./16. April 2024 waren die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgeber im nordrhein-westfälischen Siegburg zur zweiten Tarifverhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und dual Studierenden bei der Deutschen Telekom zusammengekommen. Der erneuten Aufforderung von ver.di, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, sind die Arbeitgeber nicht gefolgt. Am 15. April hatte ver.di rund 3.000 Beschäftigte aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz bereits zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen. Unter dem Motto „Jetzt verschaffen wir uns Gehör“ waren diese mit Bussen nach Siegburg zu einer Kundgebung vor dem Verhandlungsort gereist. Darauf hin wurde für 17. und 18. April bundesweit zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen.

Die Tarifverhandlungen sollen am 29./30. April 2024 fortgesetzt werden.

 

PM ver.di / KH

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