Fr., 22.02.2019 , 10:57 Uhr

Regensburg: ver.di kündigt weitere Protestkundgebung an

Die Gewerkschaft ver.di weitet die Warnstreiks in der Oberpfalz aus. Für kommenden Dienstag (26.2.) hat ver.di eine Protestkundgebung vor dem Haupteingang der Universitätsklinikum Regensburg angekündigt.

Die Pressemitteilung:

„Mit insgesamt rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren unsere bisherigen Warnstreiks und Aktionen in der Oberpfalz ein voller Erfolg!“ zeigt sich Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) zufrieden. „Doch wir wollen in der nächsten Verhandlungsrunde am 28.02./01.03. in Potsdam ein vernünftiges Angebot erhalten. Deshalb setzen wir in der nächsten Warnstreikwelle noch eines drauf!“ ver.di Oberpfalz habe in der Bezirklichen Arbeitskampfleitung die Ausweitung der Warnstreiks beschlossen und sei in den letzten beiden Wochen in mehreren Länderdienststellen mit den Beschäftigten ins Gespräch gekommen.

„Sie Stimmung bei den Beschäftigten ist ziemlich aufgeheizt“ erklärt Manuela Dietz (Streikleiterin und stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin ver.di Oberpfalz). „Neben den Tarifbeschäftigten aus allen Länderdienststellen aller Regionen der Oberpfalz werden auch Beamtinnen und Beamte aus den Länderdienststellen und den Oberpfälzer Kommunen zur Protestkundgebung am Dienstag, den 26. Februar 2019 um 10.00 Uhr vor dem Haupteingang der Universitätsklinik Regensburg erwartet“ ergänzt Dietz.

„Natürlich wollen wir auch in dieser Tarifrunde auf dem Verhandlungsweg zu einem tragfähigen Kompromiss kommen. Aber weil die Arbeitgeber auch in der letzten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben, sind wir gezwungen die Auseinandersetzung auszuweiten“ erklärt sie. Nicht zuletzt über eine Notdienstvereinbarung an der Uniklinik sei jedoch sichergestellt, dass Notfälle auf jeden Fall behandelt würden. Dennoch seien Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger nicht zu vermeiden.

„Die Beschäftigten in den Länderdienststellen leisten tagtäglich eine sehr gute Arbeit und sie erwarten auch für ihre gute Arbeit einen guten Lohn zu bekommen. Steigende Lebenshaltungskosten sind für die Betroffenen Alltag. Und gegenüber der Privatwirtschaft muss gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sichergestellt werden, dass der öffentliche Dienst in der Bezahlung nicht abgehängt wird“ erklärt Kathrin Birner (Gewerkschaftssekretärin ver.di Bezirk Oberpfalz) Mehrere Hundert Beschäftigte würden beim Aktionstag am Dienstag in Regensburg erwartet. „Wir werden die Aktivitäten vor der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam in der Oberpfalz am 26.2. in Regensburg konzentrieren und dafür kämpfen, dass die Arbeitgeber sich endlich bewegen!“ so Birner kämpferisch. „Auch wenn sich Warnstreiks im öffentlichen Dienst immer auf die Bürgerinnen und Bürger auswirken, hoffen wir auf deren Verständnis. Denn gut bezahlte Beschäftigte bedeuten auch gute Dienstleistung für die Öffentlichkeit.“

Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro. In Bayern betrifft der Tarifvertrag rund 100 000 Beschäftigte. Die Länder haben die Forderungen der Gewerkschaft bisher als überzogen zurückgewiesen. Ende Februar soll es nun eine neue Verhandlungsrunde geben.

 

Pressemitteilung / dpa

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