Do., 29.10.2026 , 11:24 Uhr

Regensburg: Über 380 Einsatzkräfte nach Explosion im Mehrfamilienhaus – zwei Menschen weiter vermisst

Einen Tag nach der Explosion in einem Wohnhaus in Regensburg werden noch immer zwei Personen vermisst. Die Einsatzkräfte konnten das einsturzgefährdete Haus bisher nicht betreten.

Update

Wenn sich die beiden vermissten Personen im Haus befunden haben, werde man laut Polizei wohl nur ihre Leichen bergen können. Es ist aber nach wie vor möglich, dass sie nicht vor Ort waren und beispielsweise im Urlaub sind.

Maßnahmen gegen herunterfallende Teile

Am Vormittag liefen noch Maßnahmen gegen herunterfallende Teile. Bis Einsatzkräfte ins Haus können, werde es voraussichtlich Nachmittag werden.

dpa / FC

 


 

Suche nach den Vermissten

Dann soll nach den Vermissten gesucht werden. Es gehe dabei aber nicht mehr um eine Rettungsaktion, sagt ein Sprecher der Polizei.

Nach Angaben der Polizei sind die Sicherungsmaßnahmen durch das Technische Hilfswerk bis zum Morgen beendet worden. Ob und bis wann im Gebäude gesucht wird, ist offen. Zur Identität der beiden Vermissten machte die Polizei bisher keine Angaben. Beide werden im Gebäude vermutet.

Ursache noch ungeklärt

Vieles ist im Moment noch unklar, auch weil der Ort der Explosion bisher nicht untersucht werden konnte. Als Ursache steht eine Gasexplosion im Raum. Ob es sich um einen Unfall handelte oder die Explosion absichtlich herbeigeführt wurde, ist noch nicht geklärt. Die Bereitschaftspolizei sicherte zusammen mit Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes Spuren, die nun ausgewertet werden müssen. Zur Schadenshöhe machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Verletzte und zerstörtes Mehrfamilienhaus

Die Explosion in den frühen Morgenstunden des Mittwochs zerstörte einen großen Teil des Mehrfamilienhauses. Vier Menschen kamen ins Krankenhaus, einer davon mit schwereren Verletzungen. Ein Polizist erlitt zudem eine Rauchvergiftung.

Gebäudekomplex für Bewohner gesperrt

Das Wohnhaus, in dem es zur Explosion kam, ist Teil eines vierstöckigen Reihengebäudes, das komplett gesperrt wurde. Einige Bewohner konnten am Mittwoch kurz in ihre Wohnungen, um das Notwendigste für die Nacht zu holen. Die meisten Bewohner seien bei Freunden, Hotels, wie dem Includio, oder dergleichen untergekommen, sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag. Für die anderen suchte die Stadt Regensburg über ihre Homepage nach Unterkunftsangeboten.

Großer Einsatz in Regensburg

Die Feuerwehr Regensburg war den ganzen Mittwoch über mit bis zu 150 Einsatzkräften vor Ort. Der Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk unterstützten mit rund 170 weiteren Helfern aus ganz Bayern. Hinzu kamen mehr als 60 Polizisten.

 

 

dpa / FC

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