Fr., 24.04.2020 , 16:08 Uhr

Regensburg: Über 300 Überraschungstüten für Kinder verteilt

Die Evangelische Jugendsozialarbeit in Regensburg hat Überraschungstüten für Kinder verteilt. Gerade in der Corona-Zeit ist es wichtig, dass die Kleinsten von uns sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten haben, vor allem bei beengten Wohnverhältnissen. 

 

Seit Mitte März ist das Familienzentrum der Evangelischen Jugendsozialarbeit Regensburg (ejsa) in der Hemauerstraße aufgrund der aktuellen Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geschlossen. Als Koordinationsstelle des Netzwerk Elternbegleitung Regensburg haben sich die Verantwortlichen dort nun etwas überlegt, um auch während der Schließung mit ihrem Klientel in Kontakt zu bleiben: Sie haben Überraschungstüten für verschiedene Altersgruppen mit Spielen, Rätseln, Bastelanleitungen, Lesestoff und vielem mehr zusammengestellt.

Über 300 davon wurden bis jetzt gepackt und an Privatadressen verschickt oder an verschiedenen Stellen der insgesamt 15 Netzwerkpartner verteilt, darunter die Ankerzentren der Bajuwaren- und Zeißstraße, die Gemeinschaftsunterkünfte in der Diesel-, Guericke- und Zeißstraße sowie das Stadtteilprojekt Ost.

„Ein großer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen, die uns dabei tatkräftig unterstützt haben,“ sagt Sabine Wunderlich, Leiterin des ejsa-Familienzentrums und Projektkoordinatorin des Netzwerk Elternbegleitung Regensburg.

Gerade bei oftmals beengten Wohnverhältnissen sind die Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche stark eingeschränkt. Deshalb suchte man nach Möglichkeiten und Alternativen, die auf begrenztem Raum, sowohl gemeinsam als auch allein umsetzbar sind. Ziel ist es, den Kindern mit Hilfe der Überraschungstüten die Zeit zuhause sinnvoll zu vertreiben. So sind darin beispielsweise Anleitungen, um Spiele wie Domino oder Memory selbst zu basteln, Inspirationen für die Gestaltung von Bilderrahmen und Fensterdekorationen sowie altersgerechte Rätsel enthalten. Darüber hinaus gab es für die Netzwerkpartner auch Spielzeugspenden und Bastelmaterial.

„Die ersten Rückmeldungen waren durchweg positiv und wir freuen uns, trotz der Schließung unseres Familienzentrums einen Weg gefunden zu haben, die Familien zu unterstützen,“ erklärt Tamara Weißer, Projektbegleitung bei der ejsa Regensburg. „Aktuell arbeiten wir an zusätzlichen Möglichkeiten, sie auch während der noch andauernden Kita- und Schulschließungen weiterhin helfend zu begleiten.“

 

 

Über das Modellprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“

Mit dem Modellprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2017 bis 2020 die Weiterentwicklung flüchtlingsbezogener Elternbegleitung. Ziel ist es, Netzwerke von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern verschiedener Träger und Flüchtlingsfamilien zu stärken. Elternbegleitung soll dadurch nachhaltig im Sozialraum verankert werden.

An bundesweit 50 Standorten unterstützen modellhaft lokale Elternbegleitungsnetzwerke zugewanderte Familien beim Ankommen und bei der Integration in der Kommune. Institutionen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in denen Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter tätig sind, bilden im Rahmen des Programms ein Netzwerk mit wichtigen Partnern im Sozialraum und entwickeln in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt niedrigschwellige Beratungs- und Begleitungsangebote für geflüchtete Familien.

Durch die Elternbegleitungsnetzwerke erhalten neu zugewanderte Familien vor Ort wirksame Unterstützung bei der Integration, insbesondere für die Bildungschancen ihrer Kinder.

 

 

Pressemitteilung ejsa

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