Mo., 13.07.2026 , 11:43 Uhr

Regensburg: Über 1.000 Unterschriften gegen geplanten Sozialkahlschlag im Gesundheitswesen

Mit einer kurzfristig organisierten Kundgebung auf der Steinernen Brücke haben Beschäftigte aus Krankenhäusern und dem Gesundheitswesen in Regensburg gegen die geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen und das Beitragsstabilisierungsgesetz der Bundesregierung protestiert. Mehr als 1.000 Unterschriften kamen innerhalb weniger Stunden zusammen.

Über 1.000 Unterschriften in kurzer Zeit

Die Initiative ging von Beschäftigten des Universitätsklinikums Regensburg aus. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der medbo entstand kurzfristig ein offener Brief an die Bundestagsabgeordneten der Oberpfalz sowie eine Unterschriftenaktion. Die Resonanz war groß: Innerhalb weniger Stunden unterstützten mehr als 1.000 Menschen den Protest.

Rund 100 Menschen bei Kundgebung

An der Kundgebung beteiligten sich rund 100 Beschäftigte aus zahlreichen Einrichtungen der Region. Vertreten waren unter anderem das Universitätsklinikum Regensburg, die medbo, das Klinikum Donaustauf, die Barmherzigen Brüder, das Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz, die Stadt Regensburg sowie weitere Betriebe und Einrichtungen. Mit einer gemeinsamen Fotoaktion auf der Steinernen Brücke machten sie auf ihre Forderungen aufmerksam.

Gesundheitswesen sieht sich unter Druck

Bereits vor rund zwei Wochen hatten Beschäftigte der Kliniken Nordoberpfalz in Weiden und der medbo in Regensburg mit einer Regenschirmaktion auf die schwierige Situation im Gesundheitswesen hingewiesen. Nach Ansicht der Beschäftigten führen steigende Kosten, unzureichende Finanzierung und geplante Einsparungen zu einer zunehmenden Belastung von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, sozialen Diensten und Rettungsdiensten.

Kritik an den Sparplänen

Nach Auffassung von ver.di Oberpfalz gefährden die geplanten Kürzungen die soziale und gesundheitliche Infrastruktur. Betroffen seien unter anderem Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Beratungsstellen, Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Wohnungslosenhilfe, Suchthilfe, Integrationsarbeit, die psychosoziale Versorgung sowie der Rettungsdienst. Gleichzeitig werde befürchtet, dass der Personalmangel weiter zunimmt und sich die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte weiter verschlechtern.

Weitere Proteste angekündigt

Für die Beschäftigten sollen die Aktionen in Regensburg und Weiden erst der Auftakt weiterer Proteste sein. Gemeinsam mit ver.di wollen sie den politischen Druck in den kommenden Wochen erhöhen.

Der nächste landesweite Protest ist für den 26. September 2026 in Nürnberg geplant. Dort wollen Beschäftigte aus Krankenhäusern und Einrichtungen des Gesundheitswesens aus ganz Bayern für eine verlässliche Finanzierung der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur und gegen die geplanten Einsparungen demonstrieren.

ver.di Bezirk Oberpfalz / FH

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