Mo., 14.11.2022 , 16:08 Uhr

Regensburg: Toter Mann in Wohnung gefunden

Im Regensburger Westen gab es am Montagnachmittag einen größeren Einsatz der Feuerwehr. Auch die Polizei war vor Ort.

 

Einsatzort war die Obermaierstraße im Regensburger Westen. Die Feuerwehr fand eine leblose Person in einem noch nicht fertiggestellten Neubau. Die Einsatzkräfte nahmen auch Gasgeruch wahr. Der 68-jährige Mann starb noch an der Unfallstelle.

Die Kriminalpolizei ermittelt, geht aber aktuell von einem technischen Defekt an einer Gasleitung aus.

 

 

Die Mitteilung aus dem Polizeipräsidium Oberpfalz:

Person tot in Wohnung aufgefunden – Kriminalpolizei ermittelt

Am  heutigen Montag, 14. November 2022 fanden Einsatzkräfte eine leblose Person in einer Doppelhaushälfte in Regensburg auf. Vermutlich kam der 68-Jährige durch einen technischen Defekt ums Leben.

Gegen 13:50 Uhr wurde über Notruf eine leblose Person in einem Haus im Regensburger Westen mitgeteilt. Nach dem Betreten des Anwesens durch Einsatzkräfte konnten diese nur noch der Tod des 68-jährigen Bewohners feststellen. Im Haus wurde eine hohe Gas-Konzentration gemessen. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Nach aktuellem Sachstand kommt ein Leck im Gasleitungssystem des Hauses als Todesursache in Frage.

Pressemitteilung

 

 

 

Der Einsatzbericht der Berufsfeuerwehr:

Am heutigen Nachmittag wurde gegen 14:00 Uhr das Kleinalarmfahrzeug der Berufsfeuerwehr Regensburg zu einem Einsatz in den Westen des Regensburger Stadtgebiets alarmiert.

Mit dem Einsatzstichwort Technische Hilfe/ Wohnung öffnen akut, traf die Feuerwehr kurz darauf ein und verschaffte sich über ein Fenster im Obergeschoss Zutritt zum Gebäude.

In der Wohnung wurde eine leblose Person vorgefunden, der gleichzeitig zu dem Einsatz alarmierte Notarzt konnte leider nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Bereits kurz nach dem Betreten des Gebäudes löste das von den Einsatzkräften mitgeführte CO-Warngerät aus.

Dieser wird an der Einsatzkleidung der Feuerwehrleute getragen und schlägt bei einer erhöhten Kohlenstoffmonooxidkonzentration Alarm.

Hierauf wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr an die Einsatzstelle nachgefordert.

Unter Atemschutz wurde die Messung im Gebäude intensiviert und im Kellerbereich und im Obergeschoss eine stark erhöhte Konzentration bestätigt.

Das angrenzende Gebäude wies im Untergeschoss ebenfalls erhöhte CO-Werte auf.

An der Einsatzstelle wurde als Erstmaßnahme die Gaszufuhr des Gebäudes unterbrochen und Lüftungsmaßnahmen in den betroffenen Gebäuden durchgeführt.

Die Ermittlungen zur Ursache der Freisetzung hat die Kriminalpolizei Regensburg übernommen.

Kohlenstoffmonooxid, auch Kohlenmonoxid genannt, ist ein farb- und geruchloses, bei einer unvollständigen Verbrennung entstehendes Gas. Kohlenmonoxid ist geringfügig leichter als Luft, steigt so nach oben und kann auch durch Wände und Decken dringen.

Besonders tückisch ist die fehlende Wahrnehmbarkeit des Gases. CO, so die chemische Kurzform, bindet sich im Blut stärker an das Hämoglobin als der Luftsauerstoff und stört so die Sauerstoffaufnahme des Körpers. Erste Anzeichen hierfür können Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sein.

Ähnlich den seit längerem empfohlenen bzw. vorgeschriebenen Rauchwarnmeldern können CO-Warner in einer Wohnung oder einem Gebäude angebracht oder aufgestellt werden umso bei einem Austritt, Bewohner vor der unsichtbaren und geruchlosen Gefahr frühzeitig zu warnen.

Einsatzleiter: Fabian Fruth, Inspektionsdienst

 

Pressebericht Berufsfeuerwehr Regensburg

 

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