Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des regionalen Stromnetzes zu erhöhen und die Infrastruktur auf die Anforderungen der Energiewende vorzubereiten. Dafür investiert der Netzbetreiber rund 12 Millionen Euro.
Mehr Leistung für das Stromnetz
Am Dienstag stellte Bayernwerk die Pläne für die Modernisierung der Leitung zwischen dem Umspannwerk Regensburg nördlich von Neutraubling und dem Umspannwerk Straubing vor. Über die Maßnahmen wurden Grundstückseigentümer, Bewirtschafter sowie Vertreter von Kommunen und Verbänden in Barbing informiert.
Nach Angaben des Unternehmens soll die bestehende Leitung technisch auf den neuesten Stand gebracht werden, damit künftig deutlich mehr Strom in das regionale Netz eingespeist und verteilt werden kann.
Neue und höhere Masten geplant
Auf dem rund 18 Kilometer langen Abschnitt zwischen Regensburg und dem Umspannwerk Sünching sollen 11 bestehende Masten erhöht und zwei zusätzliche Masten neu gebaut werden.
Die neuen Masten werden im Durchschnitt etwa fünf Meter höher. Damit sollen auch bei einer stärkeren Auslastung weiterhin die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zwischen den Stromleitungen und dem Boden eingehalten werden.
Die zwei zusätzlichen Masten sollen künftig die Anbindung des Umspannwerks Neutraubling übernehmen.
Weitere Maßnahmen im Stromnetz
Auch auf dem Abschnitt zwischen Sünching und Aiterhofen sind Änderungen geplant. Dort sollen noch in diesem Jahr leistungsstärkere Leiterseile eingebaut werden.
Zusätzlich plant Bayernwerk in den kommenden Jahren eine Modernisierung des Umspannwerks Sünching.
Bau soll 2027 starten
Bereits seit 2024 laufen Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren. Im vergangenen Jahr wurden Umweltuntersuchungen zu Flora und Fauna durchgeführt, später folgten Baugrunduntersuchungen.
Im dritten Quartal 2026 sollen die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren eingereicht werden. Der geplante Baustart ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der modernisierten Leitung wird aktuell für 2028 erwartet.
Warum das Netz ausgebaut wird
Nach Prognosen rechnet Bayernwerk bis 2045 mit einer deutlichen Veränderung des Energiebedarfs. Der Stromverbrauch könnte sich durch Elektromobilität, Wärmepumpen und neue Verbraucher wie Rechenzentren verdoppeln. Gleichzeitig könnte sich die installierte Stromerzeugung verdreifachen.
Mit dem Ausbau der Hochspannungsleitung Regensburg–Straubing soll die Versorgungssicherheit gestärkt und das regionale Stromnetz fit für die Anforderungen der kommenden Jahre gemacht werden.
PM Bayernwerk/TaF