Fr., 17.07.2026 , 12:59 Uhr

Regensburg: Stadt und Landkreis treiben mehr Bio und Regionalität in Großküchen voran

Mehr Bio auf den Teller – Die Bio-Offensive für Kantinen und Restaurants nimmt Fahrt auf.

Das Projekt „Ganz große Küche! – Regional. Bio. Regensburg.“ gewinnt weiter an Dynamik. Stadt und Landkreis Regensburg unterstützen gemeinsam mit ihren Projektpartnern gastronomische Betriebe und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung dabei, den Anteil regionaler und biologischer Lebensmittel zu erhöhen. Beim Pressetermin stellten die Verantwortlichen den aktuellen Stand des Projekts sowie die Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regensburg-Schwandorf vor.

Individuelle Unterstützung für Küchen

Im Rahmen des Bundesförderprojekts „Besser essen in der Region“ erhalten die teilnehmenden Betriebe eine individuelle Begleitung durch erfahrene Coaches. Ziel ist es, regionale und biologische Lebensmittel wirtschaftlich und praxistauglich in den Küchenalltag zu integrieren und gleichzeitig die Qualität der Verpflegung nachhaltig zu verbessern.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Gemeinschaftsverpflegung am AELF Regensburg-Schwandorf. Das Amt übernimmt im Rahmen des BioRegio-Coachings die Betreuung von drei teilnehmenden Betrieben.

„Viele Küchen möchten mehr regionale und ökologische Zutaten einsetzen, haben aber Bedenken wegen der Kosten und zu wenig Zeit, sich mit Regionalität zu beschäftigen. Mit dem BioRegio-Coaching begleiten wir die Betriebe individuell und praxisnah dabei, nachhaltige Lösungen zu finden“, erklärt Anne Wurzbacher vom AELF Regensburg-Schwandorf.

Auch Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Mit dem Projekt ‚Ganz große Küche!‘ zeigen wir, dass Regionalität und Bio bereits heute erfolgreich in der Praxis umgesetzt werden können. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem AELF schaffen wir ein starkes Netzwerk, das unsere Küchen langfristig unterstützt und fit für die Zukunft macht.“

Restaurant OFFSID3 als Vorbild

Ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung ist das Restaurant OFFSID3. Das Catering des Betriebs ist bereits bio-zertifiziert und zeigt, dass sich der Einsatz von Bio-Lebensmitteln auch wirtschaftlich erfolgreich umsetzen lässt. Als Projektpartner bringt das Restaurant seine Erfahrungen in das Netzwerk ein und unterstützt den Wissensaustausch zwischen den teilnehmenden Betrieben.

Workshops und neue Lieferbeziehungen

Zum Projekt gehören neben den individuellen Coachings auch Workshops, Exkursionen, Vernetzungsveranstaltungen sowie der Austausch mit regionalen Erzeugern und Lieferanten.

Ein wichtiger Meilenstein war die Veranstaltung BioRegioVernetzt am 23. April 2026. Bei einem Speed-Dating kamen Gastronomen mit regionalen Bio-Erzeugern, Verarbeitern und Lieferanten ins Gespräch. Dabei entstanden neue Kontakte und konkrete Ansätze für Kooperationen. Nach der Veranstaltung konnten bereits erste neue Lieferbeziehungen aufgebaut oder bestehende Partnerschaften ausgebaut werden.

Gemeinsames Ziel bis 2027

Auch Landrätin Tanja Schweiger unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung gelingt nur gemeinsam. Das Projekt bringt Kommunen, Beratung, Landwirtschaft und Gastronomie zusammen und stärkt gleichzeitig die regionale Wertschöpfung. Davon profitieren unsere Betriebe, unsere Erzeuger und letztlich auch die Gäste.“

Bis Ende 2027 soll in mindestens 75 Prozent der teilnehmenden Einrichtungen ein Bio-Anteil von mindestens 30 Prozent erreicht werden.

Das Projekt „Ganz große Küche! – Regional. Bio. Regensburg.“ wird gemeinsam von Stadt und Landkreis Regensburg umgesetzt und vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert.

Pressemitteilung Stadt Regensburg / MF

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