Ein bundesweiter Fall von Geldfälschung hat auch Regensburg betroffen. Ermittler aus Bayern und Nordrhein-Westfalen konnten einen 32-jährigen Mann aus Wuppertal festnehmen, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin über 300.000 Euro Falschgeld produziert und verkauft haben soll.
Die Spur zu dem Duo führte die Polizei unter anderem nach Regensburg, wo mehrere falsche 50-Euro-Scheine in Umlauf gebracht worden waren.
Die Ermittlungen begannen, nachdem Fahnder in Ingolstadt, Augsburg, München und Regensburg auf eine Serie von Falschgeldfällen gestoßen waren. Insgesamt wurden dabei rund 31.000 Euro an Blüten festgestellt. Drei Tatverdächtige aus dieser Gruppe verurteilte das Landgericht Ingolstadt bereits im September wegen banden- und gewerbsmäßiger Geldfälschung.
Die Ermittler stellten schließlich fest, dass die gefälschten Scheine von dem nun gefassten Paar aus Wuppertal stammten.
Auch die Regensburger Ermittler waren an der Spurensicherung beteiligt. Laut Polizei handelte es sich bei den sichergestellten Blüten meist um 50-Euro-Scheine, die im alltäglichen Zahlungsverkehr auftauchten – etwa beim Einkaufen oder in Gaststätten.
„Der vorliegende Fall ist ein großer Ermittlungserfolg“, betonte Erster Kriminalhauptkommissar Thomas Lamnek bei der Vorstellung des Falls in Ingolstadt. Die Zusammenarbeit zwischen den bayerischen Dienststellen habe wesentlich zum Erfolg beigetragen.
Nach Angaben der Deutschen Bundesbank wurden im Jahr 2024 rund 72.400 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen – ein Anstieg von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch in Oberbayern und der Oberpfalz, zu der Regensburg gehört, registrierten die Ermittlungsbehörden eine Zunahme an Falschgeldfällen.
dpa / TR