Di., 02.01.2018 , 08:51 Uhr

Regensburg: Spektakulärer Brand in Kirche

Am Neujahrstag wurden die Feuerwehren in Regensburg bereits zu ihrem ersten Einsatz gerufen - gemeldet wurde ein Brand in der Albertus-Magnus-Kirche in Regensburg. Das Löschen war dort gar nicht so einfach...
Spektakulärer Feuerwehreinsatz in Regensburger Kirche
Gegen 19:15 Uhr rief ein Mesner die Feuerwehr, da Rauch aus dem Kirchenschiff in etwa 12 Meter Höhe drang. Die Berufsfeuerwehr Regensburg machte sich sofort auf den Weg und rief die Freiwilligen Feuerwehren Burgweinting und Oberisling zur Verstärkung.
 
Der Schwelbrand hatte sich beim Eintreffen der ersten Kräfte schon beachtlich in der Decke ausgebreitet. Weil die Decke aber so hoch war, gab es keine Möglichkeit, an das Feuer zu kommen. Zur Brandbekämpfung muss in so einem Fall die Decke geöffnet werden. Es war aber kein geeignetes Hilfsmittel vorhanden, um in der großen Höhe an die Decke zu kommen. Daher entschieden die Einsatzkräfte, eine Drehleiter (LKW mit einer Gesamtmasse von bis zu 16 Tonnen) in die Kirche zu fahren. Glücklicherweise ist die Kirche und das Kirchentor groß genug, dass die Drehleiter so grade bis vor den Altar fahren konnte.
Nach einiger Zentimeterarbeit konnte das große Fahrzeug mit eingeklappten Spiegeln rückwärts in die Kirche gefahren werden. Der LKW konnte ohne Beschädigungen in die Kirche gefahren werden, lediglich der Christbaum vor der Kirchentür musste gefällt werden.
 
Danach konnte ein Trupp unter Atemschutz vom Korb der Drehleiter die Decke großflächig (etwa 8 m²) aufschneiden und das Feuer von unten ablöschen.

Zeitgleich bauten Einsatzkräfte außen am Kirchenschiff Leitern auf, um von dort aufs Dach zu gelangen und dieses mit einer speziellen Rettungssäge aufzuschneiden und auch dort zu löschen. Das Arbeiten in über 15 Meter Höhe auf einem rutschigen Blechdach ist nicht ungefährlich, von daher mussten sich die Einsatzkräfte wie Bergsteiger mit Gurten und Seilen gegen einen möglichen Absturz sichern.

Der Brand hatte sich im Kirchendach schon beträchtlich ausgebreitet, zum Glück wurde die Feuerwehr so frühzeitig alarmiert. Somit blieb der Schaden nur auf einen kleinen Teil des Dachs beschränkt.

Insgesamt waren neben der Polizei und dem Rettungsdienst 55 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Feuerwehren Burgweinting und Oberisling an der Einsatzstelle. Auf der Wache der Berufsfeuerwehr waren dienstfreie Kräfte zusammen mit dem Löschzug Winzer der FF Regensburg zur Verstärkung in Bereitschaft, um bei weiteren Einsätzen sofort reagieren zu können. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

©Alexander Auer

 

pm/MB

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