Mi., 26.11.2014 , 15:55 Uhr

Regensburg setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Weltweit haben die Aktivistinnen von Terre des Femmes am 25. November zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ aufgerufen. Auch die Regensburger setzten mit einer Fahnenaktion ein Zeichen: Gemeinsam mit Oberbürgermeister Joachim Wolbergs riefen die Mitgliedsorganisationen des  „Regensburger Runden Tisches gegen häusliche Gewalt“ auf dem Haidplatz dazu auf, sich gegen Gewalt an Frauen einzusetzen.

„Wenn dies eine Auseinandersetzung zwischen Staaten wäre, würden wir es Krieg nennen. Wenn es eine Krankheit wäre, würden wir es Epidemie nennen. Aber es betrifft Frauen, und es ist einfach eine alltägliche Sache. Es ist Gewalt gegen Frauen.“ Mit diesem Zitat der kanadischen Männergruppe gegen Frauengewalt WRC eröffnete Wolbergs seine Rede. Gewalt gegen Frauen sei auch heute noch allgegenwärtig und trete in den verschiedensten Ländern und Kulturen,  Gesellschaftsschichten und in jedem Alter auf.

Auch in Regensburg findet Wolbergs zufolge Gewalt gegen Frauen statt. Jährlich suchen etwa 100 Frauen mit ihren Kindern Zuflucht in Regensburger Frauenhäusern vor der Gewalt ihrer Partner. 260 Menschen wurden 2013 durch die Pädagoginnen des Frauennotrufs unterstützt. Auch in Regensburger Beratungsstellen, den Kirchen, den  Gleichstellungsstellen oder bei der Polizei suchen Frauen regelmäßig Unterstützung um sich gegen prügelnde Ehemänner, grabschende Arbeitskollegen oder Vergewaltiger zur Wehr zu setzen.

Der Regensburger Runde Tisch gegen häusliche Gewalt arbeitet daher am Ausbau der Angebote in Regensburg, um eine umfassend vernetzte Struktur zu schaffen, die Frauen in jeder möglichen Gewaltsituation unterstützt. Dazu gehören auch Aktionen wie die auf dem Haidplatz. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hissten die Vertreterinnen des Runden Tisches die offizielle Fahne von Terre des Femmes zum Internationalen Tag. „Das ist es, was ich mir für die Zukunft wünsche, was für alle Frauen ermöglicht werden muss: ‚frei leben – ohne Gewalt‘‘, sagte Wolbergs.

 

pm

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