Das Feuer brach in einem Schlafraum des Schiffes aus und konnte durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Eine Person wurde leicht verletzt und vorsorglich in eine Regensburger Klinik gebracht.
Die Berufsfeuerwehr Regensburg wurde am Montag, 27. Juli 2026, um 21:27 Uhr alarmiert. Auf dem aus Bratislava stammenden Frachtschiff, das rund 400 Tonnen Blechrollen transportierte, war aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer in einem Schlafraum ausgebrochen.
Der Raum wurde durch den Brand vollständig zerstört. Zwei angrenzende Räume wurden durch Rauch und Hitze erheblich beschädigt. Bereits auf der Anfahrt war die starke Rauchentwicklung von der Nibelungenbrücke aus sichtbar.
Die Schiffsbesatzung hatte noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr erste Löschmaßnahmen eingeleitet. Anschließend wurden alle fünf Besatzungsmitglieder vorsorglich vom Schiff gebracht. Sie konnten das Schiff selbstständig verlassen. Eine Person erlitt leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Untersuchung in eine Regensburger Klinik transportiert.
Die Berufsfeuerwehr Regensburg und der Löschzug Weichs führten mit zwei Trupps unter Atemschutz umfangreiche Nachlöscharbeiten durch. Dafür mussten Wandverkleidungen und Holzdecken geöffnet werden, um versteckte Glutnester aufzuspüren und vollständig zu löschen. Erst danach konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.
Neben der Berufsfeuerwehr Regensburg waren die Freiwillige Feuerwehr Oberisling, die Löschzüge Sallern und Weichs, die Wasserrettung Regensburg mit Wasserwacht und DLRG, der Rettungsdienst, der Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) sowie die Polizei im Einsatz.
Die Wasserrettung sicherte den Feuerwehreinsatz mit zwei Booten ab und sorgte während der gesamten Einsatzdauer für die Sicherheit der Einsatzkräfte auf dem Wasser.
Da sich die Schäden ausschließlich auf den hinteren Bereich des Frachtschiffes beschränkten und der vordere Schiffsteil nicht durch Feuer oder Rauch betroffen war, konnte die Besatzung nach dem Einsatz weiterhin an Bord bleiben. Eine anderweitige Unterbringung war nicht notwendig.
Der Einsatz war auch deshalb besonders, weil Schiffsbrände erst in der vergangenen Woche Thema einer Fortbildung für Einsatzleiter und die Wachmannschaft der Berufsfeuerwehr Regensburg gewesen waren. Einsätze dieser Art gelten als äußerst selten. Das dort aufgefrischte Wissen konnte nach Angaben der Feuerwehr unmittelbar angewendet werden.
Während des Einsatzes übernahmen freie Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Oberisling die Wachbesetzung der Hauptfeuerwache und stellten so den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher.
Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Informationen vor. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizei.
PM Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Regensburg, Berufsfeuerwehr Regensburg / KH