Mi., 31.07.2024 , 08:35 Uhr

Drittletzter Platz in Deutschland

Regensburg schneidet bei Hitze-Studie schlecht ab

Viel Beton, wenig Grün. Diese Faktoren entscheiden mit darüber, wie weit sich eine Stadt aufheizt. Die Welterbe-Stadt Regensburg steht bei einer deutschlandweiten Untersuchung dazu schlecht da.

Die Welterbe-Stadt Regensburg hat in einer neuen Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) schlecht abgeschnitten. Die Studie, die 190 Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern hinsichtlich Versiegelung und Grünflächen untersuchte, zeigt, dass Regensburg besonders stark versiegelt ist und wenig Grünflächen hat.

 

Regensburg stark versiegelt und wenig Grün

Laut der Untersuchung ist die Fläche Regensburgs zu knapp 54 Prozent versiegelt. Zudem kommt die Stadt auf eine Grünvolumenzahl von 1,95. Zum Vergleich: Ein durchschnittlich hoher Laubbaum hat ein Grünvolumen von etwa 3.400 Kubikmetern. Die beste Stadt in Bayern in dieser Hinsicht ist Aschaffenburg mit einer Grünvolumenzahl von 3,81.

 

Bundesweit dritter Platz der am stärksten versiegelten Städte

Im bundesweiten Vergleich belegt Regensburg den dritten Platz der am stärksten versiegelten Städte, nach Ludwigshafen und Heilbronn. Mehrere andere bayerische Städte schneiden ebenfalls schlecht ab. Ingolstadt (bundesweit 7. Platz), Nürnberg (8.), Schweinfurt (11.) und Fürth (12.) belegen die Plätze sieben bis zwölf. Landshut hingegen wird am besten bewertet, mit einer Versiegelung von 43,7 Prozent und einer Grünvolumenzahl von 2,71.

 

Forderungen nach weniger Versiegelung und mehr Grünflächen

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, betont die Notwendigkeit von unversiegelten Böden und Grünflächen in Zeiten der Klimakrise.

«Statt zu lebenswerten Orten der Erholung entwickeln sich unsere Städte in Hitze-Höllen.» – Barbara Metz

 

Die Bundesregierung müsse Maßnahmen ergreifen, um die Flächenversiegelung zu stoppen. Einheitliche Standards für die Begrünung von Schulhöfen sind eine vorgeschlagene Maßnahme.

 

 

Entwicklung der Versiegelung in Bayern

Das Landesamt für Umwelt in Augsburg hat festgestellt, dass die Siedlungs- und Verkehrsflächen in Bayern von 2000 bis 2015 von rund 47 auf etwa 51 Prozent gestiegen sind. Die insgesamt versiegelte Fläche in Bayern entspricht im Jahr 2015 etwa 4.200 Quadratkilometern, was fast der achtfachen Fläche des Bodensees entspricht.

 

dpa / MB

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