Sa., 04.04.2026 , 15:56 Uhr

Regensburg: Schlägerei am Hauptbahnhof – 26-Jährige greift Bundespolizisten an

Am Karfreitag (3. April) ist es am Hauptbahnhof Regensburg zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Der Streit begann zunächst verbal, eskalierte jedoch wenig später. Auch Unbeteiligte mischten sich ein. Eine 26-jährige Deutsche griff im weiteren Verlauf einen Bundespolizisten an. Verletzt wurde niemand.

Streit im Lokal am Hauptbahnhof Regensburg

Gegen 19:00 Uhr meldete ein Mitarbeiter eines Lokals im ersten Stock des Hauptbahnhofs eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen an das Bundespolizeirevier Regensburg. Mehrere Streifen rückten an.

Vor Ort trafen die Beamten auf sieben eritreische Staatsangehörige sowie eine weitere Gruppe mit vier Personen. Diese bestand aus einer 26-jährigen Deutschen, einem 17-jährigen Syrer und zwei weiteren Minderjährigen.

Auslöser war ein Handy-Ladekabel

Nach ersten Erkenntnissen war die unberechtigte Nutzung eines Handy-Ladekabels durch die 26-Jährige der Grund für den Streit. Zwischen den beiden Gruppen kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung.

Dabei beleidigte die 26-Jährige die Eritreer auch auf rassistische Weise. Diese reagierten ebenfalls mit Beleidigungen.

Schläge und Angriff mit einem Stuhl

Als die Situation eskalierte, wollte ein 20-jähriger Deutscher schlichten. Laut Angaben Beteiligter schlug der 17-jährige Syrer dem 20-Jährigen mit der Hand ins Gesicht. Zudem soll der Syrer auch einen der Eritreer attackiert haben.

Im weiteren Verlauf griff ein 58-jähriger Deutscher, der zuvor unbeteiligt gewesen sein soll, die 26-Jährige mit einem Stuhl an. Auch ein bislang unbekannter Mann aus der Gruppe der Eritreer soll die Frau körperlich angegriffen haben. Der Unbekannte flüchtete anschließend vom Tatort.

Angriff auf Bundespolizisten

Nach dem Eintreffen der Beamten zeigte sich die 26-Jährige weiterhin aggressiv. Sie versuchte, einem Bundespolizisten ins Gesicht zu schlagen. Die Beamten brachten die Frau daraufhin zu Boden und legten ihr Handschellen an. Dabei leistete sie Widerstand und beleidigte die Einsatzkräfte.

Ermittlungen laufen

Alle Beteiligten blieben bei dem Vorfall unverletzt.

Das Bundespolizeirevier Regensburg ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Auch vorhandene Videoaufnahmen werden ausgewertet. Zudem wird geprüft, ob es weitere Körperverletzungsdelikte gab.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg ordnete eine Blutentnahme bei der 26-Jährigen an. Nach Abschluss der Maßnahmen durften alle Beteiligten ihre Reise fortsetzen. Der 17-jährige Syrer wurde nach Rücksprache mit seinem Vater entlassen. Gegen die 26-Jährige wurde zusätzlich ein Platzverweis ausgesprochen.

BPI Waldmünchen / FH

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